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Der grüne Reifen

Die grünen Reifen mit Silica/Silan Technologie von Evonik sparen Benzin dank ihres geringen Rollwiderstands. Zugleich halten sie das Auto sicher auf der Fahrbahn – auch bei extremem Wetter.

Mehr Transparenz für Autofahrer: Seit 2012 zeigt das EU-Reifenlabel an, wie spritsparend, bremssicher und geräuschvoll ein Reifen ist. In diesen drei Kategorien werden Effizienzklassen von A bis G vergeben. Reifen der grünen Effizienzklasse A verbrauchen zum Beispiel im Vergleich zur Klasse G circa 7,5 Prozent weniger Benzin und bremsen auf nasser Fahrbahn bei hoher Geschwindigkeit deutlich schneller ab.

Ein solcher Musterschüler unter den Reifen ist der sogenannte grüne Reifen, der bereits Anfang der Neunzigerjahre entwickelt wurde. Seine Besonderheit: Neben Ruß dient hier Silica als Füllstoff. Ohne Zusatz ist die polare Kieselsäure jedoch inkompatibel mit dem unpolaren E-SBR-Kautschuk. Forscher von Evonik fanden heraus, dass Organosilane als ausgezeichnete Verbindungsstoffe von Silica und Kautschuk fungieren – die Geburtsstunde der sogenannten Silica/Silan Technologie.

Wenig Rollwiderstand, viel Nasshaftung

Welche Vorteile hat diese Technologie für den Verbraucher? Im Vergleich zu konventionellen Reifen mit Ruß als Füllstoff haben grüne Reifen einen geringeren Rollwiderstand und eine bessere Nasshaftung:

Das magische Dreieck der Reifentechnologie: Reifen mit dem Silica/Silan System können dank ihres geringeren Rollwiderstands den Kraftstoffverbrauch um bis zu 8 % senken. Durch ihre gute Nasshaftung verkürzen sie den Bremsweg um viele Meter und tragen damit zur Fahrsicherheit bei.
Das magische Dreieck der Reifentechnologie: Reifen mit dem Silica/Silan System können dank ihres geringeren Rollwiderstands den Kraftstoffverbrauch um bis zu 8 % senken. Durch ihre gute Nasshaftung verkürzen sie den Bremsweg um viele Meter und tragen damit zur Fahrsicherheit bei.

Bei herkömmlichen Reifen muss sich der Käufer stets zwischen geringerem Rollwiderstand und besserer Nasshaftung entscheiden: Weniger Widerstand bedeutet zwar weniger Benzinverbrauch, allerdings auch eine schwächere Haftung des Reifens bei Regen und eine geringere Lebensdauer.

Der grüne Reifen löst dieses Nullsummenspiel auf. Das Auto mit Silica/Silan Reifen bleibt auch bei Regen sicher auf der Fahrbahn. Zugleich werden die Umwelt und der Geldbeutel des Fahrers durch die erhöhte Kraftstoffeffizienz geschont.

In Europa hat sich die Silica/Silan Technologie für Pkw-Reifen daher weitgehend durchgesetzt. Da Importe aus dem europäischen Ausland ebenfalls das Reifenlabel tragen, müssen die Hersteller aus Nordamerika oder Asien davon ausgehen, dass sich Verbraucher immer häufiger für Reifen mit A- oder B-Label entscheiden. Das schafft einen starken Anreiz, möglichst energieeffiziente Mischungen anzubieten. Seit 2010 ist der Anteil grüner Reifen am weltweiten Markt daher deutlich gestiegen.

Hohes Wachstum: Der Anteil von grünen Reifen am Gesamtumsatz der Reifenhersteller stieg in den vergangenen Jahren von zehn auf 30 Prozent.
Hohes Wachstum: Der Anteil von grünen Reifen am Gesamtumsatz der Reifenhersteller stieg in den vergangenen Jahren von zehn auf 30 Prozent.

Evonik ist das einzige Unternehmen, das sowohl Silica als auch Silane für seine Kunden aus der Kautschuk verarbeitenden Industrie herstellt. Die Forscher des Unternehmens haben in den vergangenen Jahren bereits viel für die Weiterentwicklung des grünen Reifens getan. So testeten sie seit 2012 in regelmäßig stattfindenden Workshops verschiedene Möglichkeiten, den grünen Reifen noch grüner zu machen.

Auch Fahrradreifen werden grüner

Daraus entstand POLYVEST® ST: flüssiges Polybutadien, das in der Reifenmischung dafür sorgt, dass sich das Silica/Silan System noch besser mit Kautschuk verträgt. 2015 wurde das funktionale Molekül zum Patent angemeldet. Materialtests belegen bereits, dass der Rollwiderstand des optimierten grünen Reifens noch einmal um 15 Prozent sinkt, während Nasshaftung und Abriebbeständigkeit stabil sind.

Grüne Reifen finden sich aber nicht nur bei Pkw. Auch bei Fahrrädern setzt Evonik auf die spezifische Kombination von Silica, Kautschuk und dem Silan Si 363®. Beim Giro d’Italia 2016 steckte Si 363® in einigen Rennradreifen und sorgte dafür, dass die Profis auf nasser wie auf trockener Fahrbahn schnell und sicher zum Ziel gelangten.