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Gutes Geschäftsjahr 2017

„2017 war ein gutes Jahr für Evonik“, sagte Vorstandschef Christian Kullmann. „Wir haben Fortschritte gemacht bei der Umsetzung unserer Strategie und werden diesen Weg 2018 konsequent weiter gehen.“

Evonik hat im vergangenen Jahr seine Ergebnisprognose voll erreicht. Mit einem bereinigten EBITDA von 2,36 Mrd. Euro lag das Ergebnis am oberen Rand der prognostizierten Bandbreite von 2,2 Mrd. bis 2,4 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 23. Mai eine Dividende von 1,15 Euro je Aktie vorschlagen. Gemessen am Schlusskurs zum Jahresende 2017 entspricht das einer Dividendenrendite von 3,7 Prozent, womit Evonik in der Spitzengruppe der Chemie-Unternehmen liegt.

„Wir haben in vollem Umfang geliefert, was wir angekündigt hatten“, sagte Finanzvorstand Ute Wolf. „Und wir bleiben unserer verlässlichen Dividendenpolitik weiter treu.“

Sowohl organisches Wachstum als auch die Einbeziehung des erworbenen Spezialadditiv-Geschäfts von Air Products und des Silica-Geschäfts von Huber haben zum Umsatzwachstum im Jahr 2017 beigetragen.

Für 2018 erwartet der Konzern eine Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses mit einem bereinigten EBITDA zwischen 2,4 Mrd. und 2,6 Mrd. Euro. Dank der starken Marktpositionen und der strategischen Ausrichtung auf die vier Wachstumskerne – Specialty Additives, Animal Nutrition, Smart Materials und Health & Care - rechnet der Konzern weiterhin mit einer hohen Nachfrage und einer spürbaren Mengensteigerung. Evonik ist gut in das Jahr gestartet.

Teil der konsequenten Umsetzung der Strategie sind ein aktives Management des Portfolios und die weitere Konzentration auf Spezialchemie. Daher prüft der Vorstand für die Methacrylat-Geschäfte (MMA und PMMA) sämtliche Optionen für deren künftige Entwicklung. Zu diesen Optionen zählen auch mögliche Partnerschaften oder eine vollständige Trennung. „Unsere MMA- und PMMA-Geschäfte haben im Wettbewerb führende Positionen, sind profitabel und attraktiv“, stellte Kullmann klar. „Wir können daher ohne Zeitdruck die Optionen ausloten und uns für die beste Lösung entscheiden.“

Im Segment Nutrition & Care stärkt Evonik das Geschäft mit Futtermittelzusätzen. Um die führende Marktposition auszubauen, intensiviert das Unternehmen seine Wachstumsinitiativen im Bereich Nachhaltige Tierernährung. Zugleich sollen durch Optimierungen in den Bereichen Produktion, Logistik und Vertrieb 50 Mio. Euro bis Ende 2020 eingespart werden.

Wie im Herbst 2017 angekündigt, will Evonik die Prozesse in der Verwaltung und im Vertrieb weiter verbessern und die Kosten bis Ende 2020 dauerhaft um 200 Mio. Euro reduzieren. Das entspricht etwa 10 Prozent der Gesamtkosten weltweit für Vertrieb und Verwaltung. Schon dieses Jahr werden davon 50 Mio. Euro ergebniswirksam. „Kostendisziplin wird Teil unserer Unternehmenskultur und ein wichtiger Faktor für Erfolg“, sagte Kullmann. „Verwaltungs- und Vertriebskosten dürfen nicht stärker steigen als der Umsatz. Daher ergreifen wir nun Maßnahmen, weltweit und sozialverträglich.“

Betriebsbedingte Kündigungen schließt Evonik für Beschäftigte in Deutschland weiter aus, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat wurde bis Ende 2021 verlängert.

Entwicklungen in den Segmenten

Resource Efficiency: Sehr erfolgreich entwickelte sich das Segment Resource Efficiency, das sowohl von höheren Mengen und Verkaufspreisen als auch von der Integration der erworbenen Geschäfte profitierte. Insbesondere die gute Nachfrage für Kieselsäuren aus der Reifenindustrie, die erfreuliche Entwicklung des Geschäfts mit Hochleistungskunststoffen (Polyamid-12) für die Automobilindustrie sowie der Bedarf an Vernetzern (Crosslinkers) für umweltfreundliche Lackierungen und Verbundwerkstoffe wirkten sich positiv auf das Segment aus.

Nutrition & Care: Das Segment Nutrition & Care hat in der zweiten Jahreshälfte das günstigere Marktumfeld genutzt, um die Verkaufspreise für Futtermitteladditive zu steigern. Da das durchschnittliche Marktpreisniveau jedoch signifikant unter Vorjahr lag, ging das Ergebnis deutlich zurück. Erfreulich war die lebhafte Nachfrage für Polyurethanschaum-Additive aus der Bau- und Automotive-Industrie. Auch im Healthcare-Bereich entwickelte sich das Geschäft mit Polymeren für intelligente Wirkstofffreigabesysteme in pharmazeutischen Anwendungen sehr erfolgreich.

Performance Materials: Das Segment Performance Materials erzielte ein signifikant über dem Vorjahr liegendes Ergebnis. Die anhaltend erfreuliche Nachfrage aus der Coatings- und Automobilindustrie traf auf ein knappes Marktangebot, insbesondere bei den Methacrylaten. Auch die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung trugen zum guten Jahresergebnis bei.