Suche

Fahren und sparen


Mit effizienten und umweltfreundlichen Modellreihen werben Automobilhersteller um neue Kunden. Politische Leitplanken fördern den nachhaltigen Trend. Ganzheitliche Konzepte für den Fahrzeugbau ermöglichen es, Fahrzeugleistung zu steigern und gleichzeitig CO2-Emissionen sowie Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Dazu leistet Chemie einen nennenswerten Beitrag, wie Evonik Industries am Beispiel zweier ausgewählter Produkte zeigt.


Weniger ist mehr. Auf die drei Wörter könnte man die Entwicklung der Automobilbranche bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen in der letzten Dekade reduzieren. Neue Automodelle werden nicht nur emissionsärmer und sparsamer, sondern auch leistungsfähiger. Ein 1.2 Liter Benzinmotor erreicht heute bessere Werte – mehr Leistung, weniger Spritverbrauch und CO2-Emissionen –, als eine 1.6 Liter Maschine noch vor zehn Jahren. Dieser Trend dürfte in den nächsten Jahren weiter anhalten, denn die Europäische Kommission will die Emissionen von Kohlenstoffdioxid für Neuwagen in den Jahren von 2015 bis 2020 von 130 Gramm auf 95 Gramm durchschnittlich pro Kilometer sinken.

Sparsames Autofahren ist jedoch nicht allein auf das effiziente Herzstück eines Pkws zurückzuführen. Es ist mehr ein Gesamtangebot von Hochleistungswerkstoffen zur Gewichtreduzierung, modernen Technologien zur Energierückgewinnung oder intuitiven Informationssystemen und Fahrerassistenten, die optimale Fahrweise signalisieren. Auch der Karosseriebau sowie weitere Komponenten wie Schmierstoffe, der Reifendruck oder die Reifen selbst spielen eine Rolle. Und nicht zuletzt ist das eigene Fahrverhalten für den Kraftstoffverbrauch maßgeblich entscheidend. Welchen Anteil an dem ganzheitlichen Konzept die chemische Industrie hat, zeigen zwei innovative Lösungen von Evonik Industries.

Technologien für mehr Effizienz

Neue Reifen aufziehen und den vielleicht ohnehin anstehenden Ölwechselservice machen lassen. Schon kann das Fahrzeug bei gleicher Fahrweise mehr als 10 Prozent weniger Benzin verbrauchen. So einfach es auch klingt: Möglich machen es ausgeklügelte Technologien von Evonik.

"Mit unserem Silica-Silan-System haben wir den Schlüssel in der Hand, Reifen beim Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn und beim Spritverbrauch in die grüne Kategorie zu befördern", sagt Dr. Hans-Detlef Luginsland, Leiter der Produktlinie Rubber Silica von Evonik Industries. Das Verstärkungssystem aus Silica und Organosilan bestimmt maßgeblich die Leistungsfähigkeit der Reifenlauffläche. "Ohne diese Komponenten lässt sich der Rollwiderstand nicht verringern", so Luginsland weiter. Auf den kommt es aber letztlich an: Je niedriger der Rollwiderstand, desto geringer der Spritbedarf und damit auch die Kohlendioxid-Emissionen und der Ausstoß anderer klimaschädlicher Gase, die bei der Kraftstoffverbrennung entstehen. Gleichzeitig gilt es, die Gummimischung so einzustellen, dass der Abrieb möglichst gering ist und die Haftung auf trockener und nasser Fahrbahn trotzdem nicht leidet.

Bis der sogenannte grüne Reifen überhaupt rollt, müssen zunächst viele Fahrzeugkomponenten im perfekt abgestimmten Zusammenspiel die nötige Energie erzeugen. Die dabei entstehenden inneren Reibungen beeinflussen allerdings negativ die Energieausbeute. "Hier kommt unsere DRIVON™ Technologie ins Spiel", so Dr. Ernst Bielmeier, Marketingexperte im Geschäftsgebiet Öl Additive bei Evonik. Fahrzeugöle reduzieren diese Reibungen. "Je geringere Viskosität bei niedrigen Temperaturen die Schmierstoffe aufweisen, umso leichter startet und läuft der Motor. Folglich sinkt der Kraftstoffverbrauch. Eine geschmeidige Eigenschaft, die wir dankt der DRIVON™ Technologie erreichen können", erklärt Bielmeier weiter.

Verbesserte Ökobilanz

Zahlreiche Produkte von Evonik leisten in ihren Anwendungen – im Vergleich zu konventionellen Alternativen – einen nachhaltigen Beitrag zur Einsparung von Treibhausgasemissionen. So errechnete der Konzern in seinem Carbon Foot Print Bericht für das Jahr 2013* einen signifikanten Spritersparnis von bis zu 7,5 Prozent, erzielt allein durch die Verwendung von Leichtlaufreifen mit dem Silica-Silan-System.

Weiterhin stellte Evonik im vergangenen Jahr in einer Life-Cycle-Assessment-Studie die Motorenöle und Automatikgetriebeöle auf den Prüfstand. Das Ergebnis: "Durch den Einsatz unserer DRIVON™ Technologie können wir in der Summe bis zu 4 Prozent Kraftstoffeinsparung erzielen", so Bielmeier.

Was heißt es in der Praxis? Im Zusammenspiel der Motorenöle auf Basis der DRIVON™ Technologie von Evonik mit dem grünen Leichtlaufreifen kann der Autofahrer 100 Kilometer weiter pro 1000 Kilometer zurückgelegter Strecke mit der gleichen Kraftstoffmenge fahren. Damit spart man nicht nur Bares. Damit wirtschaftet man nachhaltig.

Die Product Story zum Download

*Der Carbon Foot Print Bericht von Evonik wurde für das Jahr 2013 in Anlehnung an das "Greenhouse Gas Protocol" und gemäß der "Guidance for Accounting & Reporting Corporate GHG Emissions in the Chemical Sector Value Chain" des "World Business Councils for Sustainable Development (WBCSD)" erhoben und berechnet.