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Ganz leicht fest schießen


Eishockey gilt schon lange als eine der schnellsten Mannschaftssportarten der Welt. Die unglaubliche Dynamik und Schnelligkeit auf dem Eis begeistert Fans rund um den Globus. Die kleine Scheibe aus Hartgummi fliegt mit bis zu 170 km/h in das gegnerische Tor. Oft dauert es nur ein paar Sekunden zwischen einer verpassten Großchance auf der einen und einem Tor auf der anderen Seite. Für die nötige Schlagkraft und Stabilität des Eishockeyschlägers sorgt unter anderem ROHACELL® von Evonik Industries.


Seit der Jahrtausendwende machen neue Werkstoffe wie Kohlefaser das moderne Eishockey noch rasanter. Neue, bis dahin unmögliche Schlägereigenschaften konnten realisiert werden. Im Vergleich zu den altgedienten Holzstöcken sind die Eishockeyschläger von heute deutlich leichter und biegsamer. Damit speichern sie eine beträchtliche Energiemenge, die beim Kontakt mit dem Puck freigegeben wird. Der Schläger funktioniert dabei im Grunde wie ein Katapult. Auf den Puck wird deutlich mehr Kraft übertragen und das in kürzerer Zeit. Das Spieltempo steigt.

Mehr Kontrolle, weniger Gewicht

Bauer Hockey aus Kanada, der weltweit größte Hersteller von Eishockeyschlägern, stand mit an der Spitze dieser Entwicklungen. Die Firma aus dem Mutterland des Eishockeys hat sich bei seinen Schlägern seit jeher wegweisende Innovationen auf die Fahnen geschrieben. Neue Materialien wie unter anderem ROHACELL® von Evonik ermöglichten den technologischen Sprung.

Bauer Hockey setzt den hochfesten Polymethacrylimid (PMI)-Schaum in der Kelle ein – also dem unteren Teil des Schlägers, mit dem der Puck gespielt wird. "Das Hightech-Material von Evonik ist extrem steif und temperaturbeständig. Das ist sehr wichtig bei der Produktion unserer Schläger", sagt Adam Gans, Leiter der Produktentwicklung bei Bauer. Schießen, passen, verteidigen: Die Eishockeyschläger sind während des Spiels starken Belastungen ausgesetzt. ROHACELL® sorgt dafür, dass die Kelle nicht bricht und der Spieler die volle Kontrolle über den Puck hat. Auch die lange Haltbarkeit ohne Materialermüdung des Hochleistungsschaumstoffes ist ein Pluspunkt. Die Spieler erwarten aber mehr: "Sie wollen einen Schläger, bei dem sich auch nach vielen Schüssen die Struktur der Kelle und somit das Gefühl beim Schuss nicht verändern", betont Gans. Außerdem soll der Puck nach einem erhaltenen Pass unter Kontrolle bleiben und nicht von der Kelle wegspringen. ROHACELL® kann die Aufprallenergie absorbieren. So kann der Spieler das Spielgerät schneller kontrollieren und das Spieltempo noch weiter erhöhen.

Extrem belastbarer Werkstoffverbund

"ROHACELL® Schaum überzeugt uns außerdem durch hohe Temperaturbeständigkeit und Stabilität", so Gans. Bei der Herstellung der Schläger wird der vorgeformte Hartschaumkern mit in Epoxidharz getränkten Kohlefasern umwickelt. Während des anschließenden Aushärteprozesses des Harzes herrschen hohe Temperaturen und dennoch bleibt ROHACELL® stabil und gewährleistet dadurch Gegendruck. In diesem Pressverfahren verbindet es sich mit den Deckschichten zu einem extrem belastbaren Werkstoffverbund. Durch die gleichmäßig geringe Porengröße in der Schaumstruktur läuft außerdem sehr wenig Harz in die Schaumstoffzellen an der Kernoberfläche. "So erreichen wir eine sehr gute Laminatqualität bei gleichzeitig geringem Gewicht", erklärt Gans.

Alles in allem schafft diese Entwicklung ideale Voraussetzungen, das Eishockey in Zukunft noch schneller werden zu lassen.

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