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Sicher genießen


Joghurt schmeckt nicht nur gut, sondern er ist auch gesund. Er ist eine wichtige Eiweißquelle, versorgt den Körper mit Kalzium und hilft bei der Verdauung. Kein Wunder also, dass die leckere Milchspeise so beliebt ist. Damit Joghurt auch haltbar ist und strengen Hygienestandards entspricht, werden die Becher kurz vor der Abfüllung mit Wasserstoffperoxid keimfrei gemacht.


Schwere Milchsammelwagen rollen auf das Produktionsgelände der Genuss-Molkerei Zott im bayerischen Mertingen. Sie kommen direkt von den Landwirten, ihre Kammern sind gefüllt mit frischer Rohmilch, die jetzt in die großen Milchtanks der Molkerei gepumpt wird. "Wir verarbeiten im Jahr rund 950 Millionen Kilogramm Milch zu Joghurt und anderen Milchspeisen", erklärt Martin Schweihofer, Leiter Technik & Facility Management bei Zott. Und die Nachfrage steigt, denn Milchprodukte gelten als gesund. In Europa ist Joghurt besonders beliebt. Was den Pro-Kopf-Verbrauch angeht, sind die Franzosen mit 17,8 Kilogramm im Jahr Europameister. Die Deutschen verspeisen rund 13,9 Kilogramm und die Iren rund 11,5 Kilogramm im Jahr. Damit die Verbraucher die leckeren Milchspeisen unbeschwert genießen können, werden sie in der Produktion sorgfältig entlang strenger Hygienestandards kontrolliert. Denn Milchprodukte sind besonders anfällig für Keime.

Auf der letzten Produktionsstufe ist daher die sogenannte "aseptische Abfüllung" Stand der Technik: Das Verpackungsmaterial wird, kurz bevor es befüllt wird, mit Wasserstoffperoxid keimfrei gemacht. Neben der bioziden Wirkung muss das Produkt auch sehr leicht entfernbar sein, um keine Rückstände auf der Verpackung zu hinterlassen. Das von Evonik hierfür entwickelte Wasserstoffperoxid ist hochrein und zerfällt unter Wärmeeinwirkung zu Sauerstoff und Wasser, wodurch es als sehr umweltverträgliches Produkt für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie bestens geeignet ist. Als einer der größten Anbieter von Wasserstoffperoxid weltweit beliefert Evonik Lebensmittelproduzenten bereits seit den 1960er Jahren mit Wasserstoffperoxid. "Die hohe bakterizide Wirkung von Wasserstoffperoxid und die gute Umweltverträglichkeit haben zum durchschlagenden Erfolg der aseptischen Abfüllung beigetragen", sagt Friedhelm Brandner, verantwortlich für den technischen Service der Aktivsauerstoffprodukte bei Evonik. Bei seinen regelmäßigen Kundenbesuchen wie heute in der Molkerei Zott steht immer auch ein Gang durch die Produktionshallen an. Dort überprüft er die Produktionsverfahren und gibt Sicherheitsschulungen.

In der Molkerei sind zahlreiche Maschinen im Einsatz, die mit OXTERIL® 350 BATH, einem speziell für die Lebensmittelindustrie entwickelten Wasserstoffperoxid, behandelt werden. "Je nach Produkt werden die Becher im Tauchbad oder im Sprühverfahren keimfrei gemacht", erklärt Brandner.

In der Produktionshalle sind braun-weiß gemusterte Kunststofffolien auf große Rollen aufgewickelt. Wer genau hinschaut kann erkennen, dass es sich hierbei um die Verpackung des Haselnuss-Schokoladen-Milchcreme-Desserts "Zott Monte" handelt. Zunächst jedoch wird die Kunststofffolie von der Rolle abgewickelt und in eine sogenannte Tiefziehmaschine hineingezogen. Bevor die Folie in der Maschine zu Bechern geformt und mit der leckeren Süßspeise abgefüllt wird, wird sie in einem heißen Bad aus OXTERIL® 350 BATH desinfiziert. "Rückstände von Wasserstoffperoxid werden dabei vollständig entfernt", erklärt Johann Baur, im Quality Management bei Zott.

In einer anderen Halle stehen Abfüllmaschinen, auf denen gerade verschiedene Sorten Sahne-Joghurt – Amarena-Kirsch, Bourbon-Vanille oder Orange-Mango – im Rekordtempo abgefüllt werden. Hunderte bedruckte, aber noch leere Becher werden durch die Maschine befördert und durch eine Düse mit OXTERIL® 350 SPRAY benetzt. Erst nachdem das überschüssige Wasserstoffperoxid in einer abgeschirmten Abfüllkammer mit steriler Heißluft ausgedampft wurde, werden die Becher mit Joghurt befüllt und hygienisch verschlossen.

"Die Sicherheit unserer Lebensmittel ist für uns das oberste Gebot", sagt Baur. "Deswegen sind wir sehr froh, mit Evonik einen Zulieferer zu haben, bei dem wir uns auf die Produktqualität und den Service verlassen können. Die Behandlung mit Wasserstoffperoxid und die sterile Abfüllung sind auch ausschlaggebend für die Haltbarkeit des Joghurts", erklärt Baur.

Nach seinem Kundenbesuch fängt die Arbeit für Friedhelm Brander häufig erst an. Denn führt die Molkerei beispielsweise ein neues Produkt oder eine neue Saisonsorte ein, macht dies meist auch ein neues Becherdesign erforderlich. "Dann überprüfen wir, welche Wechselwirkungen zwischen der neuen Verpackung und dem Wasserstoffperoxid bestehen und geben gegebenenfalls Ratschläge zur Anpassung des Verpackungsmaterials", sagt Brandner. "Wir optimieren unsere OXTERIL® 350-Produktreihe kontinuierlich in enger Abstimmung mit den Maschinenherstellern und Abfüllbetrieben, um eine optimale Performance zu gewährleisten."

Gerade verlässt ein Lkw das Werksgelände, beladen mit 33 Paletten Joghurt. Schon bald werden diese in den Kühlregalen deutscher und europäischer Supermärkte stehen. Die Verbraucher können sich darauf verlassen, dass sie diese unbeschwert genießen können.

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