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Perfekter Autoglanz


Wer früher den Autolack zeitaufwendig mit Wasser, Schwamm und Leder pflegte, überlässt diese Arbeit heute meist vollautomatischen Waschanlagen. In Millionen von Fällen rund um den Globus helfen dort Reinigungs- und Pflegezusätze von Evonik Industries Autofahrerinnen und Autofahrern dabei, für ihre Fahrzeuge glänzende Ergebnisse zu erzielen. Was vielleicht nur wenige Menschen wissen: Ihren Siegeszug um die Welt traten Autowaschanlagen bereits vor 100 Jahren an. Ein Blick auf Technik, Trends und Tipps zur Fahrzeugwäsche bietet Überraschungen.


Das Gefühl kennt wohl jeder: Kaum hat man das lang ersehnte Urlaubsziel erreicht, schon ist die sonnige Zeit vorbei, und es heißt wieder Koffer packen! Zum Glück geben die mehreren hundert Fotos auf der Digitalkamera nahezu jede noch so lustige Situation perfekt wieder; da wäre allerdings noch die Sache mit dem Wäscheberg. Ah ja, und noch ein schneller Besuch in der Waschstraße, damit die Spuren verschwinden, die Straßenschmutz, Insekten, Vögel und Pflanzenpollen auf Scheiben, Karosserie und Kennzeichen hinterlassen haben. Eine Selbstverständlichkeit - eigentlich. Doch es ist noch nicht allzu lange her, da war viel Freizeit, Kraft und Mühe nötig, um persönlich zu wischen, zu ledern und zu polieren, damit die Lieblingskarosse wieder erstrahlte.

Vor hundert Jahren eröffnete die erste Autowaschanlage

"Automobile Laundry" hieß die erste Autowaschanlage, die Frank McCormick und J.W. Hinkle 1914 in Detroit (USA) eröffneten. "The International Carwash Association" feierte das runde Jubiläum im Rahmen der jährlichen Car Wash Show Anfang April 2014 in Chicago. Die Fahrzeuge wurden zu Beginn noch von Hand in einem Kreis an verschiedene Waschstationen geschoben, an denen Arbeiter die einzelnen Schritte der Wäsche wie das Auftragen der Seife, Spülen und Trocknen ausführten. Es gab zunächst lediglich 32 Autowaschanlagen dieser Art in den USA, bevor im Jahr 1951 die Brüder Anderson die erste vollautomatische Autowaschanlage entwickelten, in der die Autos eingeseift und gespült sowie anhand eines 50 PS starken Gebläses getrocknet wurden. Da hatte sich aus den bescheidenen Anfängen längst eine florierende Branche herausgeschält, die mit weltweit rund 150.000 automatischen Waschstraßen dem pflegefreudigen Autofahrer eine breite Palette an Programmen bietet - und in beinahe jeder Autowaschanlage ist heute auch ein wenig Evonik Industries im Spiel.

Und wo genau? "Unser Konzept heißt One Stop Shop", sagt  Dr. Jörg Figura, der im Geschäftsgebiet Household Care von  Evonik für Großkunden zuständig ist. "Das bedeutet: Die Hersteller von Produkten für die Automobilpflege bekommen je nach Wunsch alle Komponenten für die üblichen vier Schritte zum sauberen Auto aus einer Hand." Da lohnt es sich, diese einmal schnell abzugehen: Vorwäsche (Hochdruckreiniger), Shampoonieren mit Starkschaum (Bürstenwäsche), Konservierung und Trocknen. Die chemische Einwirkung der Vorwäsche löst hartnäckige Verschmutzungen - insbesondere die protein- und fetthaltige Insektenabdrücke auf der Motorhaube. Als zweiter Schritt folgt die Bürstenwäsche. Der Starkschaum dafür enthält Aminoxide und Betaine. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Als oberflächenaktive Wirkstoffe lösen sie den Schmutz und nehmen ihn auf. Auf dem Weg vom dreckigen zum glänzend-sauberen Auto ist es nun Zeit für die Konservierung - der dritte Schritt in der Reihe. Bei der Konservierung versiegeln Silikonprodukte den Autolack und schützen ihn so vor Schmutz, UV-Strahlung und anderen äußeren Einflüssen. Im vierten und letzten Schritt sind dann Glanztrockner gefragt: Sie sorgen für hervorragende Trocknungsergebnisse auf der Lackoberfläche und klare, spurenfreie Autoscheiben. Außerdem verleihen sie einen langanhaltenden Tiefenglanz. Als Spezialchemie-Konzern hat Evonik für jeden dieser vier Schritte passende Produkte im Portfolio. Ein Beispiel ist REWOCARE DOC, ein Spezialesteröl, das für eine schnelle Verdrängung des Wasserfilms von der Lackoberfläche sorgt. Erst seit drei Jahren auf dem Markt ist es, so Figura, bereits "ein Hit" - und stabilisiert die starke Marktposition von Evonik bei Produkten für den Trocknungsschritt. Die Anforderungen des Marktes ändern sich permanent, auch die Wünsche der Kunden entwickeln sich weiter - etwa in Bezug auf die biologische Abbaubarkeit von Produkten. Als wichtiger Hersteller von Rohstoffen und Additiven für die moderne Automobilpflege entwickelt Evonik immer wieder neue, effiziente und umweltfreundliche Formulierungen.

Umweltfreundliche Waschstraße

Für die Halter von circa einer Milliarde Fahrzeuge auf der ganzen Welt bieten automatisierte Waschstraßen klare Vorteile: Neben der Zeitersparnis gegenüber einer Handwäsche im heimischen Vorgarten gelten moderne Autowaschanlagen allgemein als umweltfreundlicher. "Die Reinigungs- und Pflegeprodukte durchlaufen den Waschzyklus in einem geschlossenen System. Damit ist sichergestellt, dass das Abwasser nicht in die Umwelt gelangt. Darüber hinaus verbraucht eine vergleichbare Handwäsche gleich vier Mal so viel Frischwasser wie eine Autowaschanlage", betont Sigrid Pook, Geschäftsführerin des Bundesverbands Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland e.V., mit Blick auf die Situation im Erfinderland des Automobils. Der Wasserverbrauch in der Waschstraße liege je nach Programm bei circa 120 bis 300 Liter pro Waschgang. Darin betrage der Anteil an Frischwasser zwischen 30 bis 80 Liter pro Wäsche. Für die Handwäsche mit einem Hochdruckreiniger benötige man dagegen mehr als 400 Liter Frischwasser, damit das Lieblingsstück auf vier Rädern glänze, so die Vergleichsrechnung der Expertin.

Als Hersteller von Rohstoffen und Additiven entwickelt Evonik auch gemeinsam mit Produzenten von Reinigungs- und Pflegeprodukten für die Autowäsche umweltfreundliche Formulierungen - auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Damit bleibt der Autowaschgang nicht nur nach dem Urlaub eine umweltfreundliche Selbstverständlichkeit.

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