Lage und Entstehung der Azoren

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Die Azoren sind Europas westlichster Vorposten. Die Insel Flores ist Europas westlichster Punkt, obwohl sie bereits auf der amerikanischen Platte liegt.


Die neun Inseln entstanden dadurch, dass sich an dieser Stelle im Atlantik die euroasiatische, die afrikanische und die amerikanische Erdplatte treffen. Durch die Reibung und Spannung der tektonischen Verschiebungen gibt es bis heute immer wieder Vulkanausbrüche – meist unter der Wasseroberfläche. Acht der neun Inseln sind daher vulkanischen Ursprungs. Die südlichste - Santa Maria – entstand durch Sedimentablagerungen. Sie ist zugleich die älteste der Inseln, die vor 4,2 Millionen Jahren nach und nach entstanden. Die jüngste Insel ist Pico, die vor 300.000 Jahren entstand. 
Die Azoren sind die Gipfel des Mittelatlantischen Rückens, eines Gebirgszuges auf dem Meeresgrund. Tatsächlich driften auch heute die beiden westlichsten Inseln – Flores und Corvo - jedes Jahr 1,5 Zentimeter Richtung Amerika, die anderen mit der gleichen "Geschwindigkeit" Richtung Osten. 
Die Azoren haben insgesamt eine Fläche von rund 2.300 Quadratkilometern, das ist weniger als das Saarland hat. Doch die Entfernungen sind groß: Von Corvo im Nordwesten nach Santa Maria im Südwesten sind es rund 550 Kilometer. 
Die Insel Pico in der Mitte der Inselgruppe beherbergt den gleichnamigen Vulkan, der mit 2.351 Metern Höhe der höchste Berg Portugals ist.
Die Küste des portugiesischen Festlandes ist von den Azoren etwa 1.500 Kilometer entfernt, Nordamerika ist etwa 4.000 Kilometer weit weg. 
Für Meteorologen sind die Azoren wegen des sogenannten Azorenhochs eine wichtige Adresse. Seine Größe beeinflusst das Wetter in Europa. Sein Gegenspieler ist das Islandtief. 
Die Vegetation auf den Azoren ist abwechslungsreich. Durch die feuchte, milde Witterung ist die Vegetation üppig. Durch die abgeschiedene Lage entstanden einige Pflanzenformen, die es nur hier gibt. Aufgrund des vulkanischen Ursprungs gibt es aber auch karge, zerklüftete Gebiete.