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Die Geschichte der Azoren

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Wegen ihrer besonderen Lage mitten im Atlantik waren es stets Seefahrernationen, die sich für die Azoren interessierten.


Aufgrund von Münzfunden im 17. Jahrhundert, existieren Vermutungen, dass bereits die Phönizier im Altertum die Inseln besuchten. Im 14. Jahrhundert existieren Seekarten, auf denen Teile der Azoren eingezeichnet sind. Offiziell entdeckt wurden sie von Diogo de Silves im Jahr 1437, der im Auftrag des legendären Heinrich dem Seefahrer das Ende der Welt suchen sollte – oder genauer: Seewege nach Afrika und Asien. Er kartiert Santa Maria und Sao Miguel. Die Inseln werden Heinrich dem Seefahrer geschenkt, der Mitte des 15. Jahrhunderts portugiesische, aber auch flämische Bauern zur Besiedlung schickt. Die Niederlande gehörten damals ebenfalls zum Herzogtum Burgund. 
Nach der Entdeckung der Neuen Welt werden die Azoren wichtiger Stützpunkt der Entdecker bei ihren Fahrten nach Nord- und Südamerika. Christoph Columbus lief sie auf seiner Rückfahrt 1493 bereits an. 
Zunächst war die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig der Inseln. Mit Beginn der Färberei kam in der frühen Neuzeit der Anbau dafür notwendiger Pflanzen hinzu und weitete sich so sehr aus, dass fast eine Hungersnot ausgebrochen wäre, weil keine Lebensmittel mehr angebaut wurden. Später stiegen die Azoren zu einem bedeutenden Walfänger-Stützpunkt auf. Zahlreiche Inselbewohner heuerten bei amerikanischen Schiffen an und viele von ihnen wanderten auch in die USA aus. 
1893 wurde das erste transatlantische Kabel zwischen Europa und den USA über die Azoren gelegt. 
Die Lage zwischen den Kontinenten spielte immer eine wichtige Rolle. Nach den Entdeckern kamen die Dampfschiffe, so dass riesige Kohlebunker angelegt wurden. Später waren es die frühen Transatlantikflieger, die vor den Azoren einen Zwischenstopp machten, um aufzutanken. Es handelte sich bei ihnen um Wasserflugzeuge. 
1944 errichteten die Amerikaner einen riesigen Flughafen auf Santa Maria mit einer 3000 Meter langen Start- und Landebahn. Sie existiert bis heute. Fertiggestellt wurde der Flughafen jedoch nie, da der Krieg in Europa schon beendet war, bevor die Arbeiten abgeschlossen wurden. 
Heute leben knapp 250.000 Menschen auf den neun Inseln. Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Vor allem aus Skandinavien und dem deutschsprachigen Raum reisen viele Menschen auf die Azoren, um naturnahen Urlaub auf diesen abwechslungsreichen Inseln zu machen. Die Beobachtung der Wale spielt dabei eine wichtige Rolle.
Die Azoren gehören nach wie vor zu Portugal und damit zur EU.