Die Entwicklung der Tauchboote

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Seit der Antike hatte es Entwürfe für Tauchanzüge gegeben, mit denen der Mensch länger unter Wasser bleiben konnte als es seine Lunge erlaubte.


Das erste Tauchboot, das sich aus eigener Kraft fortbewegen konnte, baute Cornelis Jacobszoon Drebbel, Hoferfinder des englischen Königs Jakob I., im Jahr 1620. Es war ein mit Rudern und Schnorcheln ausgestattetes Fischerboot, das einen mit Ziegenfellen abgedichteten Aufbau hatte. Vorne war es abgeflacht, so dass es unter Wasser gedrückt wurde, sobald es in Bewegung versetzt wurde. Es konnte 3,6 Meter tief tauchen und soll von Greenwich bis Westminster gefahren sein. 
Das erste deutsche U-Boot wurde 1772 im Steinhuder Meer getestet. Der hölzerne "Hecht" hatte eine Fischform und blieb 12 Minuten unter Wasser. Der US-Amerikaner David Bushnell baute 1776 mit der Turtle das erste richtige U-Boot. Es wurde von zwei handgetriebenen Schiffsschrauben vorwärtsgetrieben und hatte keine Ruder oder Segel wie die Vorgängermodelle. 
Die Erfindung der Dampfmaschine und des Akkumulators beschleunigten die Entwicklung im 19. Jahrhundert. Speziell wegen der militärischen Nutzbarkeit wurde anschließend viel in den Bau von U-Booten investiert. Doch militärische U-Boote können in der Regel nur 600 bis vereinzelt 900 Meter tief tauchen. Forschungs-U-Boote erreichen weit größere Tiefen, sind kleiner, wendiger, haben dafür aber eine nur recht geringe Reichweite.
Das berühmteste war die Trieste. Sie zählte zur Klasse der Bathyskaphen. Dieser von ihrem Erbauer Auguste Piccard geprägte Begriff beschreibt ein U-Boot, das einen zur Beobachtung dienenden Druckkörper und einen Ballasttank hat. Die Trieste wurde 1952 von Auguste Piccard entwickelt und lief 1953 vom Stapel. Sie brach mehrere Tiefenrekorde bis sie – nach einer Umrüstung – am 23. Januar 1960 den bis heute gültigen Tiefenrekord von rund 10.910 Meter im Challengertief des Marianengrabens aufstellte. Insassen waren der Schweizer Jacques Piccard, der Sohn des Entwicklers Auguste Piccard, und der Amerikaner Don Walsh. Die Trieste hatte einen in Essen von Krupp gefertigten Druckkörper und eine Sichtscheibe, die aus konisch geformten Plexiglas bestand. Eine dieser Türen ist heute in Besitz der Stiftung Rebikoff-Niggeler auf den Azoren.
Erst im März 2012 tauchte erneut ein Mensch in das Challengertief. Es war der Filmemacher James Cameron mit der Deepsea Challenger.