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Das Fabelwesen

Lula 1000

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Funde toter Riesenkalmare oder die seltenen Begegnungen mit noch lebenden Tieren an der Wasseroberfläche hat über Jahrtausende die Fantasie der Menschen beflügelt.


Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere beschrieb kurz nach Christi Geburt in seinem 30-bändigen „Naturalis Historica“ einen großen Polypen mit zehn Meter langen Armen. Demnach soll ein solches Tier im heutigen Spanien Fischteiche am Meer geplündert haben. Die Wachen töteten das Tier, das 700 Pfund schwer gewesen sein soll und einen üblen Geruch verbreitete.
Walfänger berichteten immer wieder über Fangarme, die harpunierte Pottwale im Todeskampf auswürgten. Auch fanden sie Spuren der Saugnäpfe auf der Walhaut, die von Kämpfen der Riesenkalmare mit Walen stammten. Von ihnen stammten auch die Schätzungen, dass die Kalmare 50 Meter groß werden könnten. Dies lasen die Walfänger am Abstand der Saugnapfspuren an der Walhaut ab. Was sie nicht bedachten: Hatte sich der Wal die Narben bereits als Jungwal zugezogen, wuchsen sie mit ihm mit.
Kraken, welche angeblich Schiffe angreifen und in die Tiefe ziehen, kamen auch in der norwegischen Mythologie vor. Ihr Ausmaß wird als gigantisch beschrieben, und auch aus Booten sollen einzelne Seeleute von Kraken angegriffen und hinabgezogen worden sein. Der Kraken wird zum Teil wie eine Riesenkrabbe beschrieben, zum Teil wie ein Tintenfisch. Diesen Mythos beschrieb Erik Pontoppidan in seiner „Geschichte Norwegens“ im Jahr 1752.