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Was für ein Boot ist die Lula1000?

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Die Lula ist ein Tauchboot, das speziell für die Suche nach großen Tiefseekalmaren entwickelt wurde. Das Konzept stammt von der Stiftung Rebikoff-Niggeler und fußt auf mehr als zehn Jahre Erfahrung mit dem Vorgängermodell Lula 500.


Die Lula1000 ist 7,50 Meter lang, 1,65 Meter breit und 2,65 Meter hoch. In ihrem Inneren können drei Menschen auf Tauchfahrt gehen. Ihre maximale Tauchtiefe liegt bei 1000 Meter, dies wurde vom Germanischen Lloyd Hamburg klassifiziert. Angetrieben wird sie unter Wasser von fünf Elektromotoren mit jeweils 3,3 Kilowatt Leistung. Da sie im Inneren recht bequem ist, werden Tauchgänge von rund fünf Stunden problemlos gemeistert. 
Den Druckkörper baute die Quast GmbH & Co KG mit Sitz in Eschweiler. Der Clou des Druckkörpers ist eine Sichtkuppel aus PLEXIGLAS® unter dem Bug der Lula1000. Sie hat einen Durchmesser von 1,40 Metern, ist an der dünnsten Stelle 14 Zentimeter dick und so gewölbt, dass es einen Blickwinkel von 150 Grad bietet. Eine weitere PLEXIGLAS® Kuppel mit 61 Zentimetern Durchmesser verschließt die Einstiegsluke der Lula 1000. 
"Wir wollten unbedingt ein U-Boot ‚made in Germany‘ und Evonik ist bei der Entwicklung der Kuppel bis ins Detail auf unsere Wünsche eingegangen", beschreibt Joachim Jakobsen die Kundenbeziehung zwischen Evonik und der Stiftung Rebikoff-Niggeler. 
Das Tauchboot hat vorn einen beweglichen Greifarm und ist mit modernster Technik für die Suche nach Riesenkalmaren ausgestattet. Sie verfügt über hochauflösende, extrem lichtempfindliche Kameras, Sonar, einen Sedimentsauger zur Aufnahme von Proben, ein Unterwasser-Navigationssystem, einen Autopiloten, verschiedene Leuchtsysteme mit insgesamt 3600 Watt und einen Datensensor, der eine Reihe von Messungen im Wasser vornehmen kann. Zusätzlich wurde sie mit einem Fütterungsautomaten und LED-Lichtern zum Anlocken von Kalmaren ausgestattet. Am Bug befinden sich zudem zwei Hochqualitäts-Hydrophone, die auch Unterwasser-Tonaufnahmen möglich machen. 
Das Wort "Lula" ist portugiesisch und heißt auf Deutsch "Kalmar".
Während der Taucheinsätze ist Joachim Jakobsen für das Bedienen des Bootes zuständig, das heißt, für das Pilotieren sowie für alle technischen Funktionen des Tauchbootes.
Kirsten Jakobsen kümmert sich um die Kameraführung und das Mitloggen der Navigationsdaten. So können später alle gesammelten Daten und Bilder mit den jeweiligen Positions- und Tiefendaten verlinkt und nachvollzogen werden, wo genau die Daten gesammelt wurden.