Was sind U-Boote?

Lula 1000

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Schiffe und Boote können schwimmen. Das ist klar. Solange sie zusammen mit der Luft in ihrem Schiffsbauch leichter sind als das Wasser, das sie verdrängen, bleiben sie oben. Bohrt man ein Loch in den Schiffsrumpf, läuft Wasser rein, das Schiff wird schwerer und geht unter.


U-Boote sollen sogar untergehen. Aber sie sollen auch wieder auftauchen können. Wie geht das also, dass ein Boot nicht nur vorwärts und rückwärts fahren kann, sondern auch hoch und runter? Das geht, weil die Boote sich leichter und schwerer machen können. Meist geht da so: Der Behälter, in dem die U-Boot-Fahrer sitzen, ist nicht groß. Bei U-Booten heißt der Druckkörper, weil er das Gewicht des Wassers wegdrückt. An das Boot sind Tanks angeschraubt. Solange darin Luft ist, schwimmt das Boot. Pumpt der U-Boot-Fahrer aber Wasser hinein und die Luft raus, beginnt das Boot langsam zu sinken. 
Aber wie kommt das U-Boot wieder hoch? Dazu pumpt der Tauchboot-Fahrer wieder Luft oder ein anderes Gas in diese Behälter und quetscht das Wasser wieder raus. Das ist so ähnlich wie bei den Luftballons, die ihr von Kinderfesten oder dem Jahrmarkt kennt. Dort wird ein Gas in den Luftballon geblasen, das noch leichter ist als Luft: Helium. Deshalb steigen die Ballons nach oben. Nach einigen Tagen geht das Helium wieder raus und der Luftballon liegt wieder auf dem Boden. 
Aber was ist Wasserdruck? Wasserdruck ist das Gewicht des Wassers. Je tiefer man taucht, desto mehr Wasser ist ja über dem Taucher. Der Druck nimmt zu. Beim Menschen würde unsere Lunge, die ja voller Luft ist, immer stärker zusammen gedrückt werden. Wenn wir also ganz tief tauchen wollen, müssen wir uns durch eine starke Hülle schützen: den Druckkörper. 
Stellt Euch mal vor: Ihr fahrt mit einem Boot über die tiefste Stelle im Meer. Die ist tiefer als der höchste Berg hoch ist. Da werft ihr eine volle Cola-Dose rein. Die Dose muss zu sein. Sie würde sinken und sinken und dann ganz unten im Meer ankommen. Aber sie wäre heile und wohl nur ein bisschen verbeult. Denn die Cola in der Dose kann das Wasser nicht zusammendrücken. Jetzt nehmen wir eine Cola-Dose, die zu ist, aber in der sich Luft befindet. An die müssten wir einen schweren Stein binden, damit sie überhaupt untergeht. Auch die Dose sinkt und sinkt. Aber wenn sie ganz unten ist, ist sie ganz klein zusammengequetscht. Falls sie nicht geplatzt ist. Die Luft darin ist zu einer winzigen Blase zusammengedrückt. 
Das könnt ihr übrigens selber ausprobieren. Nehmt eine volle Wasserspritze, drückt einen Finger ganz feste auf die Öffnung und versucht die Spritze zusammen zu drücken. Das geht nicht. Spritzt das Wasser raus, drückt wieder den Finger auf das Loch und versucht das Ganze mit einer Spritze voller Luft. Ihr werdet merken, die könnt ihr etwas zusammendrücken. Je fester der Finger draufdrückt und je stärker ihr seid, umso mehr.