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Verantwortung in der Lieferkette

Die Berücksichtigung von Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards beim Einkauf ist für eine verantwortliche Unternehmensführung zunehmend von Bedeutung. Auch unsere Geschäftsbereiche werden von ihren Kunden verstärkt aufgefordert, darzulegen, wie wir mit diesen Themen umgehen.

Im Jahr 2009 startete Evonik das Projekt "Verantwortung in der Lieferkette". Dessen Inhalte sind Teil des CR-Programms 2010 und wurden im Dezember 2009 vom Lenkungskreis CR beschlossen. Alle Geschäftsfelder von Evonik sowie die Shared Services sind in dieses Projekt eingebunden. Die Geschäftsfelder Chemie und Energie beziehen ihre Rohstoffe, technischen Güter und Dienstleistungen zum überwiegenden Teil von internationalen Konzernen, die über vertrauenswürdige eigene Managementsysteme verfügen. Das Geschäftsfeld Immobilien kauft vor allem bei mittelständischen deutschen Lieferanten ein. Angesichts dieser Beschaffungsstruktur gehen wir davon aus, dass sich potenzielle CR-Risiken auf vergleichsweise kleine Einkaufsvolumen in Risikoregionen beschränken.

Um die existierenden Einkaufsprozesse und -systeme auf eine gemeinsame Basis zu stellen, wird Evonik voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2010 eine konzernweite Beschaffungsrichtlinie verabschieden, die unsere Anforderungen an das verantwortliche Handeln der Lieferanten formuliert. Ebenso wie wir uns zu einem verantwortungsbewussten und fairen Verhalten gegenüber
Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit verpflichten, erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie diese Grundsätze teilen. Dazu gehört die Einhaltung von anerkannten Mindeststandards, wie sie im Global Compact der Vereinten Nationen (UN) und in den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation entwickelt und festgelegt wurden.

Die Richtlinie legt unter anderem fest, dass Evonik bei der Auswahl der Lieferanten auf die Einhaltung dieser Grundsätze achtet und bei kritischen Produkten und Dienstleistungen ihre Umsetzung prüft. Weiterhin heißt es dort: "Genügen Lieferanten diesen Anforderungen nicht, so erwartet Evonik als Voraussetzung für die Aufnahme bzw. Fortführung der Geschäftsbeziehungen mit dem betreffenden Lieferanten eine kontinuierliche Behebung der festgestellten Missstände."

Die Anforderungen aus der Beschaffungsrichtlinie sollen konkretisiert und in die bestehenden Einkaufsprozesse integriert werden. Grundzüge der Konkretisierung sind:

  1. Ein risikoorientierter Ansatz, der den Anforderungen der unterschiedlichen Geschäftsfelder
    gerecht wird
  2. Die Nutzung unseres eigenen Verhaltenskodex, der Global Social Policy sowie der Werte für Umwelt, Sicherheit und Gesundheit als Orientierung für unsere Lieferanten
  3. Die Weiterentwicklung des Lieferantenmanagements durch ein Self-Assessment-Instrument zur Erfassung CR-relevanter Risiken

 

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