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Pressemitteilung
Investor Relations
8. Mai 2013

Verhaltener Start ins Jahr 2013 – Ausblick für Gesamtjahr bestätigt

  • Vorstandsvorsitzender Klaus Engel: „In einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld bleibt Evonik auf Kurs.“
  • Operative Geschäftsentwicklung unter starkem Vorjahresquartal:
    • Konzernumsatz mit 3,3 Milliarden € organisch leicht rückläufig
    • Bereinigtes EBITDA und bereinigtes EBIT unter hohen Werten des Vorjahresquartals
    • Bereinigte EBITDA-Marge mit 18,1 Prozent weiterhin auf gutem Niveau
  • Konzernergebnis um 7 Prozent auf 289 Millionen € verbessert
  • Stufenplan zur Abgabe des Immobilien-Geschäfts beschlossen
  • Börsennotierung der Evonik-Aktie am 25. April 2013 erfolgt
  • Ausblick für das Gesamtjahr 2013 bestätigt: Höherer Umsatz und operative Ergebnisse auf dem sehr guten Niveau von 2012 erwartet

    Essen. „In einem weiterhin anspruchsvollen konjunkturellen Umfeld verlief der Start von Evonik ins Jahr 2013 gegenüber dem starken Vorjahresquartal etwas verhaltener. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte erwarten wir jedoch eine spürbare Belebung unseres Geschäfts – zum einen aufgrund der Erholung der Weltkonjunktur, zum anderen aufgrund der Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten“, sagte Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, heute anlässlich der Vorstellung der wirtschaftlichen Eckdaten für das erste Quartal 2013. „Wir sind für das Gesamtjahr 2013 weiterhin zuversichtlich und haben daher unseren Ausblick bestätigt.“

    Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2013

    Im Zuge der Fokussierung auf die Spezialchemie will sich Evonik von den im Segment Real Estate gebündelten Immobilienaktivitäten vollständig trennen. Hierzu wurde im März 2013 ein Stufenplan zur Abgabe der Mehrheit an diesem Geschäft beschlossen und das Segment Real Estate in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgegliedert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

    Der Konzernumsatz ging organisch bei insgesamt stabilen Mengen und geringeren Preisen (-2 Prozent) leicht um 2 Prozent zurück. Insgesamt verringerte er sich aufgrund der Abgabe von zwei kleineren Geschäften im Vorjahr um 4 Prozent auf 3.263 Millionen € (Vorjahresquartal: 3.407 Millionen €).

    Die operativen Ergebnisse blieben im ersten Quartal 2013 vor allem infolge der geringeren Verkaufspreise sowie teilweise höheren Rohstoffkosten unter den sehr guten Werten des Vorjahresquartals. Die Anwendung der überarbeiteten Fassung von IAS 19, der die Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer (einschließlich Pensionen) bestimmt, führte zu einer rückwirkenden Erhöhung der operativen Ergebnisse des Gesamtjahres 2012 um 22 Millionen €, wovon 6 Millionen € auf das erste Quartal 2012 entfielen. Insgesamt ging das bereinigte EBITDA im ersten Quartal 2013 um 10 Prozent auf 589 Millionen € (Vorjahresquartal: 656 Millionen €) und das bereinigte EBIT um 13 Prozent auf 445 Millionen € (Vorjahresquartal: 509 Millionen €) zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 18,1 Prozent weiterhin auf gutem Niveau (Vorjahresquartal: 19,3 Prozent).

    Die Bereinigungen von -30 Millionen € betrafen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Put- und der Call-Option für die restlichen Anteile an der STEAG GmbH sowie Aufwendungen aus der Anpassung der Altersteilzeitrückstellungen nach IAS 19. Im Wert des Vorjahresquartals waren maßgeblich Wertminderungen auf Produktionsanlagen des Segments Resource Efficiency sowie ein Ertrag im Zusammenhang mit der Bilanzierung der STEAG-Optionen enthalten.

    Das Ergebnis nach Ertragsteuern der fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich vor allem infolge geringerer Zins- und Steueraufwendungen um 8 Prozent auf 266 Millionen € (Vorjahresquartal: 246 Millionen €). Das Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Aktivitäten betrug, wie im Vorjahresquartal, 20 Millionen € und betraf ganz überwiegend das Segment Real Estate.

    Das Konzernergebnis stieg um 7 Prozent auf 289 Millionen € (Vorjahresquartal: 269 Millionen €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,58 € auf 0,62 €.

    Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten ging im ersten Quartal 2013 um 172 Millionen € auf 192 Millionen € zurück. Ursache hierfür sind das geringere Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern sowie der Anstieg des Nettoumlaufvermögens auch im Zusammenhang mit bevorstehenden Revisionen von Produktionsanlagen. Einschließlich des Cashflow der nicht fortgeführten Aktivitäten ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 170 Millionen € auf 213 Millionen € zurück.

    Die Sachinvestitionen erhöhten sich entsprechend des ehrgeizigen Investitionsprogramms um 14 Prozent auf 183 Millionen € (Vorjahresquartal: 161 Millionen €). 33 Prozent der Sachinvestitionen entfielen auf das Segment Consumer, Health & Nutrition, 27 Prozent auf das Segment Specialty Materials und 20 Prozent auf das Segment Resource Efficiency.

    Die Nettofinanzverschuldung lag Ende März 2013 mit 1.137 Millionen € leicht unter dem Wert vom Jahresende 2012 (1.163 Millionen €). Hierbei wirkten sich gegenläufige Effekte aus: Zum einen die Umgliederung des Segments Real Estate in die nicht fortgeführten Aktivitäten und zum anderen die im März 2013 erfolgte Zahlung der Dividende in Höhe von 429 Millionen € für das Geschäftsjahr 2012. Im Vorjahr wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2011 erst im zweiten Quartal 2012 ausgeschüttet.

    Börsennotierung erfolgt

    Zu Beginn des Jahres 2013 haben die beiden bisherigen Alleineigentümer der Evonik Industries AG, die RAG-Stiftung sowie von CVC Capital Partners beratene Fonds, im Zuge der Vorbereitungen auf die Börsennotierung der Evonik Industries AG einen Teil ihrer Aktien in Privatplatzierungen an in- und ausländische institutionelle Investoren veräußert. Die Evonik-Aktie wurde am 24. April 2013 im regulierten Markt an den Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und in Luxemburg zum Handel zugelassen. Die Erstnotiz erfolgte am 25. April 2013. Insgesamt wurden bereits vor der Handelsaufnahme ca. 14,5 Prozent des Grundkapitals platziert.


Entwicklung in den Segmenten im 1. Quartal 2013


Consumer, Health & Nutrition

Das Segment Consumer, Health & Nutrition produziert schwerpunktmäßig für Anwendungen in Konsumgütern, in der Tierernährung und im Bereich Healthcare. Es umfasst die Geschäftsbereiche Consumer Specialties sowie Health & Nutrition.

Der Umsatz verringerte sich um 2 Prozent auf 1.035 Millionen € (Vorjahresquartal: 1.055 Millionen €). Dies resultiert maßgeblich aus einem organischen Umsatzrückgang, zu dem geringere Verkaufspreise bei leicht höheren Mengen beitrugen. Die operativen Ergebnisse blieben vor allem aufgrund der nachgebenden Preise unter den sehr guten Werten des Vorjahresquartals. Das bereinigte EBITDA ging um 5 Prozent auf 274 Millionen € (Vorjahresquartal: 287 Millionen €) und das bereinigte EBIT um 6 Prozent auf 240 Millionen € (Vorjahresquartal: 254 Millionen €) zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 26,5 Prozent weiterhin auf einem sehr guten Niveau (Vorjahresquartal: 27,2 Prozent).

Resource Efficiency

Das Segment Resource Efficiency bietet umweltfreundliche und energieeffiziente Systemlösungen. Ihm sind die beiden Geschäftsbereiche Inorganic Materials sowie Coatings & Additives zugeordnet.

Der Umsatz nahm maßgeblich aufgrund des Ende April 2012 veräußerten Colorants-Geschäfts um 6 Prozent auf 771 Millionen € ab (Vorjahresquartal: 818 Millionen €). Geringere Mengen führten zu einem leichten organischen Umsatzrückgang. Die operativen Ergebnisse erhöhten sich vor allem aufgrund geringerer Fixkosten infolge der Stilllegung bzw. dem Verkauf von insgesamt zwei Produktionsanlagen im vierten Quartal 2012. Das bereinigte EBITDA stieg um 2 Prozent auf 172 Millionen € (Vorjahresquartal: 168 Millionen €) und das bereinigte EBIT um 9 Prozent auf 143 Millionen € (Vorjahresquartal: 131 Millionen €). Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 20,5 Prozent im Vorjahresquartal auf 22,3 Prozent.

Specialty Materials

Im Mittelpunkt des Segments Specialty Materials steht die Herstellung von polymeren Werkstoffen sowie Zwischenprodukten vor allem für die Gummi- und Kunststoffindustrie. Es gliedert sich in die Geschäftsbereiche Performance Polymers und Advanced Intermediates.

Der Umsatz ging um 5 Prozent auf 1.170 Millionen € zurück (Vorjahresquartal: 1.234 Millionen €). Gründe dafür waren unter anderem die Abgabe eines Geschäfts sowie geringere Verkaufspreise. Die operativen Ergebnisse blieben infolge der nachgebenden Verkaufspreise sowie teilweise gestiegener Rohstoffkosten unter den sehr guten Werten des Vorjahresquartals. Das bereinigte EBITDA verringerte sich um 15 Prozent auf 182 Millionen € (Vorjahresquartal: 215 Millionen €) und das bereinigte EBIT um 19 Prozent auf 145 Millionen € (Vorjahresquartal:178 Millionen €). Die bereinigte EBITDA-Marge ging von 17,4 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 15,6 Prozent zurück.

Services

Das Segment Services umfasst im Wesentlichen die Site Services und die Evonik Business Services. Es erbringt seine Dienstleistungen vor allem für die operativen Spezialchemiegeschäfte und das Corporate Center.

Der Gesamtumsatz lag bei 647 Millionen €, hiervon entfielen 411 Millionen € auf Innenumsätze. Der Außenumsatz verringerte sich um 8 Prozent auf 236 Millionen €. Das bereinigte EBITDA stieg leicht auf 54 Millionen €. Das bereinigte EBIT lag mit 32 Millionen € auf der Höhe des Vorjahresquartals.


Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt

 

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden insbesondere in den kommenden Monaten sehr anspruchsvoll bleiben; im Verlauf der zweiten Jahreshälfte erwartet Evonik jedoch eine spürbare Erholung der Weltkonjunktur. Daher geht der Konzern weiterhin davon aus, dass die am Jahresende 2012 prognostizierten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr 2013 unverändert zutreffend sind. Es bestehen jedoch weiterhin deutliche Unsicherheiten, die insbesondere aus der Staatsschuldenkrise in Europa sowie der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas resultieren und die konjunkturelle Entwicklung beeinträchtigen können.

Aufgrund der im März 2013 erfolgten Umgliederung des Segments Real Estate in die nicht fortgeführten Aktivitäten und der geplanten Entkonsolidierung im Jahresverlauf 2013 bezieht sich der Ausblick im Folgenden nur auf die fortgeführten Aktivitäten; die Vergleichswerte für 2012 wurden entsprechend angepasst.

Auch nach dem verhaltenen Start in das Jahr 2013 hält Evonik angesichts der für das zweite Halbjahr erwarteten Belebung an seinem Ausblick für 2013 fest. Unter der Voraussetzung, dass die für das Gesamtjahr prognostizierte konjunkturelle Entwicklung eintritt, erwartet der Konzern weiterhin eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Hierbei geht Evonik davon aus, dass sich die neuen Produktionskapazitäten sowie Verkaufspreisanhebungen in wichtigen Produktbereichen positiv auswirken werden. Insgesamt erwartet Evonik für das Gesamtjahr 2013 einen höheren Umsatz und operative Ergebnisse auf dem sehr guten Niveau von 2012.

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Informationen zum Konzern
Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 33.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 13,6 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,6 Milliarden €.