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Pressemitteilung
Investor Relations
4. Oktober 2012

Evonik bringt Biokraftstoffkomponente der zweiten Generation auf den Markt

  • Produktion von Bio-MTBE seit März 2012 am Standort Marl
  • Bio-MTBE erleichtert Kraftstoffherstellern die Einhaltung der EU-Direktiven für Biokraftstoffe („Biokraftstoff-Quoten“)
  • Reduziert die CO2-Emissionen beim Verbrennen von Benzin
  • Keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion
  • Wachstumspotenzial durch Umsetzung der EU-Erneuerbare-Energien-Direktive 2009/28/EU (RED) in allen EU-Mitgliedsländern

    Mit der Biovariante eines bekannten Premium-Antiklopfmittels, Methyl-tertiär-butylether (MTBE), bietet Evonik Mineralölunternehmen jetzt eine neue Möglichkeit, den Bioanteil in ihren Kraftstoffen zu erhöhen und so ihren CO2-Fußabdruck deutlich zu reduzieren. „Bio-MTBE ist die bisher einzige kommerziell verfügbare Bio-Kraftstoffkomponente der zweiten Generation für Benzin in Deutschland und konkurriert außerdem nicht mit der Nahrungsmittelproduktion“, erklärt Dr. Rainer Fretzen, Leiter des Geschäftsgebiets Performance Intermediates bei Evonik. Bio-MTBE wird neben konventionellem MTBE von Evonik in Marl hergestellt.

    Evonik produziert Bio-MTBE aus Isobuten und Bio-Methanol. Der Rohstoff für das Bio-Methanol ist Rohglycerin, das bei der Herstellung von Biodiesel als Koppelprodukt anfällt. Es wird nach der Erneuerbare-Energien-Direktive (RED) der EU als Abfallprodukt eingestuft und zählt bei der Ermittlung des Bioenergiegehalts doppelt. Das macht Bio-MTBE zu einer vielversprechenden Option für Kraftstoffhersteller, die EU-Vorgaben für den Einsatz von Biokraftstoffen und zur CO2-Reduzierung zu erfüllen.

    Bio-MTBE besitzt dabei dieselben technischen Vorteile wie konventionelles MTBE, das sich als Antiklopfmittel seit Jahrzehnten bewährt hat: eine hohe Energiedichte (86 Prozent von Benzin), einen geringen Dampfdruck, einen geringen Sauerstoffgehalt und eine geringe Wasserlöslichkeit. Das bedeutet eine gute Verträglichkeit mit anderen Benzinkomponenten mit der bekannt positiven Auswirkung auf die Benzinqualität. Es kann so auch in Raffinerien und Tanklagern sicher gehandhabt und zudem auch über Pipelines transportiert werden.

    Bisher wird Bio-MTBE von Evonik vor allem in Deutschland und den Niederlanden vertrieben. Von der Umsetzung der EU-Direktiven in weiteren Mitgliedsländern erwartet Evonik zusätzliches Wachstumspotenzial für die Biokraftstoffkomponente der zweiten Generation. Bei Bedarf könnte Evonik die gesamte Anlagenkapazität von 550.000 Tonnen pro Jahr auf die Produktion von Bio-MTBE ausrichten.

Informationen zum Konzern

Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 33.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,8 Milliarden €.

Rechtlicher Hinweis

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