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Pressemitteilung
DEGAROUTE
12. August 2014

Rüttelstreifen erhöhen Sicherheit im Straßenverkehr

  • Immer mehr Gemeinden nutzen Rüttelstreifen zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten
  • Markierungen auf Basis von DEGAROUTE® sind besonders formstabil, haltbar und umweltfreundlich

Im Jahr 2013 kamen laut dem Statistischen Bundesamt 3.340 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben – im Durchschnitt neun Verkehrsteilnehmer pro Tag. Länder wie Dänemark, Italien oder Frankreich nutzen sogenannte Rüttelstreifen, um Auto- und Motorradfahrer vor gefährlichen Stellen zu warnen – in Deutschland ist diese Anwendung jedoch noch größtenteils unbekannt. Straßen- und Flächenmarkierungen auf Basis des von Evonik Industries produzierten Reaktionsharzes DEGAROUTE® leisten durch die Reduzierung von Unfallgefahren bereits seit über 50 Jahren einen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Ein Beispiel aus dem Erzgebirge zeigt nun, wie der Einsatz dieser besonderen Art von Markierung Unfallschwerpunkte entschärfen und somit zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen kann.

Überhöhte Geschwindigkeit als Hauptursache von Unfällen

Die K9107 zwischen Wolfsgrün und Hundshübel ist vor allem in den Sommermonaten bei Motorradfahrern sehr beliebt. Wie die Unfallkommission des Erzgebirgskreises feststellte, wurde die kurvige Strecke immer wieder als Austragungsort für illegale Wettrennen benutzt. Motorradfahrer nutzten insbesondere eine enge Haarnadelkurve als Fotogelegenheit für Fahrten in extremer Schräglage. Allein zwischen 2007 und 2009 kam es an dieser Stelle zu zwölf Unfällen mit sieben Schwer- und neun Leichtverletzten.

Entschärfung von Unfallschwerpunkten mit Rüttelstreifen auf Basis von Kaltplastik

Um die Verkehrsteilnehmer besser zu schützen, entschloss sich die zuständige Behörde 2009 dazu, die Kurve zu entschärfen. Zu diesem Zweck wurde der Straßenbelag an bestimmten Stellen um je zwei Zentimeter abgefräst: Eine Struktur entstand und die Fahrer mussten die Kurve nun vorsichtiger befahren. Das Ergebnis dieser Maßnahme kann sich sehen lassen: Seit Mai 2012 ereignete sich auf der Strecke kein einziger Unfall. "Die bauliche Gestaltung der Straße hat einen wichtigen Einfluss auf das Fahrverhalten", schlussfolgert Jochen Henkels, Business Director Road Marking & Construction bei Evonik. "Das Beispiel zeigt: Spürbare Signale helfen, Unfälle zu reduzieren."

Für den Neubau des Streckenabschnitts suchte die Behörde nach einer genauso effektiven Maßnahme, die jedoch die frische Asphaltschicht nicht beschädigen sollte. "Hier boten sich Quermarkierungen mit auf DEGAROUTE® basierender Kaltplastik als ideale Lösung an", erläutert Henkels. An der Stelle wurden zwei verschiedene Arten von Quermarkierungen appliziert: ein leuchtend gelber Rüttelstreifen und drei schmale weiße Streifen. Die auffällige Markierung kündigt die Gefahrenstelle nicht nur schon von weitem an, sondern bringt die Fahrer auch dazu, ihre Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren. "Daher sind wir uns sicher", so das Fazit von Benjamin Schultz, Verkehrsingenieur des Landkreises, "dass die Maßnahmen die Unfallzahlen an dieser Stelle dauerhaft senken werden und damit die Straßen des Erzgebirgskreises sicherer machen". Für diese Leistung erhielt die Unfallkommission des Erzgebirges 2013 sogar den Sicherheitspreis des deutschen Verkehrssicherheitsrats.

"Immer mehr Gemeinden folgen diesem Beispiel – wie allein in Bayern auf der B307 bei Sudelfeld, der B47 bei Amorbach und der B11 bei Kesselberg", sagt Heidi Ehlert, Laborleiterin beim Kaltplastik- Formulierer SWARCO Limburger Lackfabrik GmbH. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) empfiehlt Rüttelstreifen bundesweit insbesondere für Verkehrsknotenpunkte mit vielen Motorradfahrern. Die Markierungen, so hat sich im Test gezeigt, verbessern die Aufmerksamkeit der Fahrer und erhöhen somit die Sicherheit. Auch der ADAC befürwortet den Einsatz von Rüttelstreifen vor besonders unfallträchtigen Kurven.

Gut für den Verkehr, gut für die Umwelt

Kaltplastikmarkierungen helfen jedoch nicht nur, Unfälle zu verhindern, sondern haben auch eine hervorragende Ökobilanz. Bereits 2011 ließ Evonik verschiedene Straßenmarkierungssysteme in einem sogenannten Life-Cycle-Assessment (LCA) untersuchen: Thermoplastik, Kaltplastik, Farbe auf Lösungsmittelbasis und Farbe auf Wasserbasis. Auf DEGAROUTE® basierende Kaltplastik-Markierungen erwiesen sich als deutlicher Testsieger. Die Langlebigkeit der Fahrbahnmarkierung resultiert aus der speziellen Formulierung des Reaktionsharzes. Durch die hohe Verschleißfestigkeit der Kaltplastik können in einem Zeitraum von zehn Jahren erhebliche Instandhaltungskosten eingespart werden.

Informationen zum Konzern

Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 33.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von rund 12,7 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,0 Milliarden €.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.