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Pressemitteilung
Standort Worms
11. November 2013

Lange Nacht der Industrie im Wormser Werk

Aus ganz Rheinland-Pfalz waren Besucher gekommen: Ludwigshafener und Pirmasenser, Mannheimer und Kaiserslauterner trafen in Worms zusammen. In zwei vollbesetzten Bussen erreichten sie am Abend die Werkstore. Und der Besuch begann gleich mit einem Highlight: Eine Werksrundfahrt lieferte den Gästen einmalige Eindrücke. Ein Produktionsbetrieb bei Nacht hat seine ganz eigene Atmosphäre – das Kraftwerk, die Rohrbrücken und die imposanten Produktionsanlagen beeindruckten die Besucher. „Quasi on tour“ erfuhren sie alles über die abwechslungsreiche Geschichte des Wormser Standortes, seine logistischen Besonderheiten und die gute Ausbildung.

Auch die Betriebe, die die Basis- und Spezialmonomere (MMA) und Standard- und Spezialformmassen (PMMA) herstellen, konnten sie mit eigenen Augen sehen. Dabei erfuhren sie, wie diese Spezialstoffe hergestellt werden – und vor allem, wo weitere Evonik-Produkte überall drinstecken. Zum Beispiel in Farben und Lacken, Kontaktlinsen, Autorückleuchten oder in Flachbildschirmen – ein unerwartetes Spektrum, das für viele Ahs und Ohs sorgte.

Nach der Bustour wartete die nächste Überraschung auf die Gäste. In der Fahrzeughalle der Werkfeuerwehr hatten die Mitarbeiter des Wormser Werkes einiges vorbereitet. Die Werksfeuerwehr zeigte ein Spezialfahrzeug für den Einsatz in Chemiebetrieben. Wer wollte, durfte mit den Brandmeistern Heiko Achenbach und Thorsten Edling ins Fahrerhaus oder Equipment Probetragen.

Neben der eigentlichen Produktion passiert ganz schön viel

Ebenfalls mit spezieller Ausrüstung ausgestattet waren die Kollegen der Abteilung Umweltschutz & Sicherheit. Anette Kölbl und Helmut Lehr waren mit ihrem Messwagen vor Ort, sie berichteten über die Aufgaben eines Emissionslabors und zeigten den Besuchern die Geräte, mit denen sie die Messungen im und um das Werk vornehmen. Direkt nebenan standen Rüdiger Jagla und Michael Selker von den Umweltbetrieben, die den Gästen den Rheinkanalauslass erklärten. Vielen Besuchern wurde hier zum ersten Mal klar, was alles neben der eigentlichen Produktion in einem Chemiebetrieb passiert.

Dazu gehört auch die werkseigene Energiegewinnung. Fragen dazu beantworteten Dr. Heinz Grünig und Nadine Hinkel. „Wir hatten viele interessierte Leute am Stand, die sehr konkret gefragt haben. Es hat auf jeden Spaß gemacht“, fasst Nadine Hinkel ihre „Lange Nacht“ zusammen. Heinz Grünig, Leiter Versorgung Mitte, stellt die ORC-Anlage vor, mit der Evonik für den internationalen Energy Efficiency Award der dena (Deutschen Energie-Agentur) nominiert ist.

„Eure Auszubildenden sind fantastisch.“

Begeistert waren die Besucher außerdem vom Einsatz der Wormser Auszubildenden. Zusammen mit dem Ausbildungsleiter Hartmut Sass informierten sie insbesondere die jungen Gäste über die Einstiegsmöglichkeiten bei Evonik. Und an einer mobilen Mess-Steuer-und Regelanlage (MSR) durften die interessieren Besucher Knöpfe und Hebel drücken.

Chemie zum Anfassen gab es auch in Form von PLEXIGLAS®. Eine kleine Ausstellung verdeutlichte die Anwendungsvielfalt des Materials. Neben stylischen Hockern und erleuchteten Exponaten durfte man seine Hand auch in farbiges Granulat aus der Wormser Formmassenproduktion versenken. Ein Highlight war die „Lotus Elise“, in der die Evonik Produkte PLEXIGLAS®, ROHACELL® und VESTAMID® verarbeitet sind. Der elektrobetriebene Sportwagen brachte nicht nur Männeraugen zum Leuchten.
Auch Dr. Rudolf Sing, Leiter Umweltschutz und Sicherheit, war mit dem Abend zufrieden. Nach seiner Begrüßung war er den Abend über in Gespräche mit den Gästen vertieft. „Wir konnten den Besuchern zeigen, was hinter unseren Toren passiert. Und vor allem konnten wir klar machen, wo sie mit unseren Produkten im Alltag in Kontakt kommen und welchen Nutzen sie davon haben. Auf diese Weise konnten wir ihnen unsere Arbeit und unsere Chemie näher bringen“, fasst er den Abend zusammen.

Das Feedback der Gäste fiel durchweg positiv aus: „Es war ein super Abend.“, „Es hat absolut Spaß gemacht.“ Das hörten die Mitarbeiter gerne, als sie die Gäste zurück zum Bus begleiteten. Am Ende stiegen die Gäste mit einem weiteren Verständnis für eine Chemieproduktion in den Bus.

Auch Standortkommunikatorin Gabriele Engert war zufrieden. „Die Lange Nacht der Industrie hat sich für Evonik gelohnt. Wir freuen uns, dass wir den Besucher schöne Eindrücke bieten und viele ihrer Fragen beantworten konnten.“