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Bildung

Dreidimensionale Klassenräume

Dritte Dimension: Evonik präsentiert die neue Generation des Cyber-Classrooms auf internationalem Wissenschaftstreffen in Tokio.

Manche Karriere in der Chemie scheiterte schon im Klassenzimmer: an Kreide und Tafel oder an begrenzter Zeit für Experimente. Das Spezialchemie-Unternehmen Evonik führte 2011 mit dem Evonik Cyber-Classroom die dritte Dimension in den Chemieunterricht ein. Jetzt macht das Angebot den nächsten Sprung: Für den Cyber-Classroom muss kein eigenes IT-System mehr vorgehalten werden. Die Lösung, die Evonik in dieser Woche auf dem Science Centre World Summit (SCWS) in Tokio vorstellt, macht den dreidimensionalen Chemieunterricht online erreichbar. Und noch mehr: Lehrer, Schüler und Wissenschaftler sind eingeladen, die Unterrichtsinhalte mitzugestalten.

Die Welt ist dreidimensional, die Chemie ist es auch. Davon konnten sich in den vergangenen Jahren alle Schüler, die Unterricht mit dem Evonik Cyber-Classroom hatten, überzeugen: Moleküle und Atome von allen Seiten betrachten, aufwändige Versuchsaufbauten mit chemischen Substanzen gefahrlos und schnell mit eigenen Augen sehen. Evonik ermöglichte eine neue Dimension im Chemieunterricht. Diese Möglichkeit steht mit dem in Tokio präsentierten Evonik Cyber-Classroom 2.0 nicht nur Schulen offen, nun sind alle Interessierten eingeladen, Inhalte mitzugestalten.

Markus König, Projektleiter bei Evonik, erläuterte auf der SCWS: „Waren in der Vergangenheit vor allem technische Hürden zu nehmen, gilt es heute, dreidimensionale Inhalte für alle onlinefähigen Plattformen hervorzubringen.“ Er betonte, dass dieser Arbeitsschritt einfach und intuitiv von jedem Internetanschluss aus passieren kann.

Die Idee dahinter: „Das Wissen der Welt nutzen“ – so bereits geschehen in den von Evonik in den letzten fünf Jahren geförderten Themenprojekten: Fachlehrer, Spezialisten aus dem Chemie-Umfeld und Schüler arbeiteten gemeinsam. Die neue Plattform ermöglicht es nun, online gemeinsam digitale Bildungsinhalte zu erstellen. Das macht die Nutzer zu Beteiligten und Mitentwicklern – Erlangung digitaler Medienkompetenz inklusive.

Die Formel dafür heißt „CyberDevTool“ – das steht für Cyber-Classroom Development Tool. Technisch betreut wird das Projekt durch die Imsimity GmbH, Erfinder des preisgekrönten Cyber-Classrooms. Der Zugang erfolgt über Standardtechnik wie handelsübliche 3-D-Monitore oder VR-Brillen sowie Controller von Spielekonsolen - damit nicht nur für den Klassenraum, sondern auch für die individuelle Nutzung am heimischen Rechner geeignet.

Evonik wird diese Lernplattform weltweit anbieten, um für mehr Spaß an Naturwissenschaften in Partnerschulen des Unternehmens zu sorgen. Markus König ermunterte die Teilnehmer des SCWS2017 ihren persönlichen und kostenlosen Zugangscode aus dem Evonik-„Developer-Set“ für die Gestaltung neuer Themen einzusetzen.

Evonik selbst plant, diese Technik auch in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb sowie Aus- und Weiterbildung zu verwenden.

Das Science Centre World Summit ist ein globales Treffen von Mitarbeiten von Wissenschaftszentren, Museen, Universitäten und Forschungsinstituten sowie Vertretern von Regierungen, der Wirtschaft, internationalen Institutionen, Nicht-Regierungs-Organisationen, Non-Profit-Organisationen und der Medien. Es findet alle drei Jahre statt. Etwa 500 Teilnehmer aus 50 Ländern nehmen teil.