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1989, Beginn der Produktion von Protectosil®
1989, Beginn der Produktion von Protectosil®
Unternehmen

Vor 30 Jahren - 1989

Von Anti-Wasser zu Anti-Graffiti

Unter dem Namen Protectosil® brachte die Degussa AG 1989 ein neues Bautenschutzmittel auf den Markt. Das Besondere dabei: Es macht die Oberfläche mineralischer Baustoffe wasserabstoßend, ohne ihre Wasserdampfdurchlässigkeit nennenswert zu beeinträchtigen - ein Erfolg bis heute.

Mit Protectosil® wird der Transportweg, auf dem Schadstoffe in Beton, Ziegel, Mauerwerk oder Naturstein eindringen, verschlossen. Die verschiedenen Protectosil®-Typen sind eine Gruppe von organischen Siliciumverbindungen, die je nach spezieller Anforderung variieren. Als Pilotprojekt wurden Teile der Fassade der Kathedrale von Thann, einer über 600 Jahre alten Kirche in der Nähe von Colmar, Elsass, mit Protectosil® behandelt.

2003 löste eine Weiterentwicklung mit dem Namen Protectosil® Antigraffiti für kurze Zeit eine öffentliche Debatte aus, da es, neben einem ebenfalls verwendeten und von Degussa hergestellten Betonzusatzmittel, beim Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin als Grafittischutz der Stelen eingesetzt wurde. Hintergrund der kontroversen Diskussionen war die Rolle, die Degussa-Vorgängergesellschaften während des Nationalsozialismus gespielt hatten. Nach kurzem Baustopp entschied das zuständige Stiftungskuratorium jedoch, die Arbeiten unter weiterer Verwendung der Degussa-Produkte fortzusetzen.