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Pressemitteilung
Venture Capital
5. September 2019

Evonik investiert in chinesisches 3D-Druck Start-up zur Herstellung medizinischer Implantate

Evonik Venture Capital hat in ein chinesisches 3D-Druck Start-up investiert, das Implantate für die Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie herstellt.

  • Die von Meditool im 3D-Druck hergestellten Implantate für die Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie ermöglichen eine schnellere Genesung der Patienten und verringern die Operationsrisiken
  • Durch die Investition in eine innovative Anwendung für Hochleistungspolymere stärkt Evonik seinen Wachstumskern Smart Materials
  • Meditool mit Sitz in Schanghai ist die erste Direktinvestition von Evonik Venture Capital in China

Essen und Schanghai (China). Evonik Venture Capital hat in ein chinesisches 3D-Druck Start-up investiert, das Implantate für die Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie herstellt. Die Technologie ermöglicht eine schnellere Genesung und weniger Nachuntersuchungen der Patienten sowie ein verringertes Operationsrisiko für Ärzte. Evonik ist der Hauptinvestor der mit einem hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich ausgestatteten Finanzierungsrunde.

„Das ist unsere erste Direktinvestition in China und die erste Direktinvestition nach Auflage unseres zweiten Venture Capital Fonds, den wir in diesem Jahr initiiert haben“, sagt Bernhard Mohr, Leiter von Evonik Venture Capital. „Meditool ist ein Beleg dafür, wie Evonik sich durch Wagniskapital den Zugang zu disruptiven Technologien sichert.“

Meditool entwickelt eigene Hardware- und Softwaresysteme, die Bilder gängiger Magnetresonanztomographen (MRT) und Computertomographen (CT) direkt lesen und verarbeiten können. Aus diesen Daten generiert die Software ein druckbares 3D-Modell und sendet es an einen Drucker. Dieser fertigt die Implantate im 3D-Druck mit dem von Evonik gelieferten Hochleistungspolymer Polyetheretherketon (PEEK).

„Die Technologie von Meditool passt perfekt zu unserer Strategie, unser Geschäft auf Hightech-Anwendungen für unsere 3D-Druckmaterialien auszuweiten“, so Thomas Grosse-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfelds Additive Manufacturing. „Medizinische Anwendungen sind dabei von besonderem Interesse für uns. Unsere Hochleistungspolymere haben sich bereits als zuverlässige Implantat-Materialien bewährt, unter anderem im Dentalbereich.“

Für Patienten und Ärzte sind 3D-gedruckte PEEK-Implantate im Vergleich zu Metall, der derzeit üblichen Lösung für den Orthopädie-Implantat-Markt, revolutionär. Der 3D-Druck ermöglicht eine individuelle Anpassung, sodass beispielsweise eine Platte exakt auf die Schädelform des Patienten abgestimmt werden kann. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Eingriffe, um die Größe, Form oder Position des Implantats anzupassen. Darüber hinaus besitzt PEEK eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Metall. Für Patienten, die hohen oder niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind, besteht dadurch nicht die Gefahr, dass sich das Implantat stark erwärmt oder abkühlt. Ferner ist das Material biokompatibel und folglich nicht schädlich für lebendes Gewebe. CT- und MRT-Untersuchungen sind nach der Operation ebenfalls möglich.

„Meditool gehört zu den Vorreitern bei der Entwicklung von 3D-Druckverfahren für medizinische PEEK-Implantate“, sagt Ken Jin, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Meditool. „Evonik ist dabei unser zuverlässiger Partner für qualitativ hochwertige Materialien. Die Investition gibt uns einen zusätzlichen Schub, innovative Lösungen für Patienten und Chirurgen in China und dem Rest der Welt zu entwickeln.“

„China ist ein bedeutender Wachstumsmarkt für Evonik und einer der wichtigsten Innovationstreiber weltweit“, sagt Claas Klasen, Regional President Evonik Asia Pacific North. „China überspringt derzeit nicht nur einzelne Schritte technologischer Entwicklungen, seine Größe und eine wachsende Mittelschicht kurbeln die Nachfrage rasant an.“ China ist der zweitgrößte Markt für medizinische Implantate weltweit mit erwarteten jährlichen Wachstumsraten von 10 bis 15 Prozent.

Die Venture-Capital-Einheit von Evonik hat bereits in zwei Fonds in China investiert. Meditool ist die erste Direktinvestition. Zu den Mitinvestoren zählen ZN Ventures, Morningside Ventures und Puhua Capital.

Evonik Venture Capital übernimmt auf dem Weg des Konzerns zum besten Spezialchemieunternehmen der Welt die strategische Aufgabe, den Zugang zu disruptiven Technologien und innovativen Geschäftsmodellen zu sichern und die digitale Transformation zu unterstützen. Hierfür hat Evonik Anfang 2019 seinen zweiten Venture Capital Fonds mit einem Volumen von 150 Millionen Euro aufgelegt und damit das verwaltete Volumen an Wagniskapital auf 250 Millionen Euro ausgeweitet und damit mehr als verdoppelt.

Evonik vermarktet sein Hochleistungspolymer Polyetheretherketon unter dem Namen VESTAKEEP®.

Über Evonik Venture Capital

Seit seiner Gründung 2012 hat Evonik Venture Capital über 25 Investitionen in Direkt- und Fondsanlagen getätigt. EVC hat Vertretungen in Deutschland (Hanau/Essen), den USA (Parsippany) und China (Schanghai) und investiert in aufstrebende Unternehmen mit innovativen Ideen und hohem Wachstumspotenzial im Bereich Health & Care, Smart Materials, Animal Nutrition und Specialty Additives. Das Team von Evonik Venture Capital setzt sich aus erfahrenen Investment-Managern zusammen, die den Portfoliounternehmen eine umfassende Unterstützung bieten. Die Investitionsreichweite erstreckt sich von der Frühphase bis zur Wachstumsphase mit einem Gesamtvolumen von bis zu 15 Mio. € pro Portfoliounternehmen. Weitere Informationen finden sich auf http://venturing.evonik.com/

Informationen zum Konzern

Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Der Fokus auf attraktive Geschäfte der Spezialchemie, kundennahe Innovationskraft und eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Unternehmenskultur stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Sie sind die Hebel für profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Evonik ist in über 100 Ländern der Welt aktiv und profitiert besonders von seiner Kundennähe und seinen führenden Marktpositionen. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen in den fortgeführten Aktivitäten mit mehr als 32.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 13,3 Mrd. € und einen Gewinn (bereinigtes EBITDA) von 2,15 Mrd. €.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.