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Pressemitteilung

Evonik und Boehringer Ingelheim unterzeichnen Vertrag über den Verkauf des Resomer®-Geschäfts an Evonik

Essen, 14. Januar 2011
  • Hohes Wachstumspotenzial für das Pharma-Geschäft der Evonik

  • Erweiterung des Hilfsstoffgeschäfts mit einer neuen Polymerplattform

  • Erweiterung der Technologiebasis

Evonik Industries und die Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG haben am 22. Dezember 2010 einen Vertrag zum Verkauf des Resomer®-Geschäfts an Evonik unterzeichnet. Der Vollzug des Verkaufs hängt von der Erfüllung entsprechender Voraussetzungen ab und wird für Anfang März 2011 erwartet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Es ist beabsichtigt, die gesamte Produktpalette aus standard- und kundenspezifischen Polymeren für die Herstellung von medizinischen Anwendungen und pharmazeutischen Formulierungen zu übertragen. Die Resomer®-Monomere basieren auf Milch- und Glykolsäure und werden unter anderem durch Fermentation von nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Die Polymere sind im Körper vollständig bioabbaubar. Damit soll die orale EUDRAGIT®-Polymerplattform des Evonik-Geschäftsgebiets Pharma Polymers durch eine zusätzliche parenterale Polymerplattform erweitert und das Marktsegment Pharma des gesamten Unternehmens gezielt strategisch gestärkt werden.

Dr. Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstands der Evonik Industries: "Mit dem Erwerb des Resomer®-Geschäfts werden wir unsere Position als strategischer Partner und Lösungsanbieter für die Pharmaindustrie stärken. Neben einer Erweiterung in den Anwendungsbereichen der Medikation erschließen wir uns damit neues Servicegeschäft, verbunden mit einer höheren Wertschöpfung und mehr Wachstum". Prof. Dr. Wolfram Carius, verantwortliches Mitglied der Unternehmensleitung für den Bereich Operations bei Boehringer Ingelheim, ergänzt: "Wir sind der Überzeugung, mit Evonik ein verantwortlich handelndes Unternehmen gefunden zu haben, welches das Resomer®-Geschäft mit klaren strategischen Zielsetzungen erfolgreich weiterentwickeln wird."

Ausbau im pharmazeutisch/medizinischen Bereich
Evonik möchte mit dem Zukauf seine Position im pharmazeutischen Bereich in punkto bioabbaubarer Polymere ausbauen. Die Co-Polymere der Milch- und Glykolsäure der Marke Resomer® werden beispielsweise für Peptidwirkstoff-haltige Depotarzneiformen bei Krebserkrankungen eingesetzt, die eine therapeutische Wirkung über bis zu sechs Monate sicherstellen. Die Milchsäure-Polymere werden unter Anderem zur Herstellung von chirurgischen Schrauben, Nägeln und Platten verwendet. Dabei ist es von Vorteil, dass sich diese bioabbaubaren Polymere nach ihrer Nutzungsphase im Körper schnell und schonend auflösen und somit weitere Operationen zur Entfernung vermeiden. Darüber hinaus erlauben die Polymere die Einbettung von pharmazeutischen Wirkstoffen, wie zum Beispiel Wachstumsfaktoren oder Antibiotika, die den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.

Eintritt in einen Markt mit hohem Wachstumspotenzial
Bioabbaubare Polymere werden in der Pharmaindustrie vorzugsweise zur Formulierung innovativer biotechnologischer Wirkstoffe eingesetzt. Während das Wachstum des gesamten Pharmamarktes stagniert, zeigt der Markt für biotechnologische Wirkstoffe ein wesentlich höheres Wachstum. Mit der neuen Resomer®-Polymerplattform betritt das Evonik-Geschäftsgebiet Pharma Polymers den dynamischsten Wachstumsmarkt der biotechnologischen Wirkstoffe.

Das Evonik-Geschäftsgebiet Pharma Polymers entwickelt, produziert und vermarktet funktionelle Polymethacrylate für Arzneimittel-Formulierungen. Insbesondere mit der Marke EUDRAGIT® hält Pharma Polymers mit seinen Produktionsstandorten in Darmstadt, Weiterstadt und Worms und weltweit 170 Mitarbeitern eine führende Position im Weltmarkt für pharmazeutische Hilfsstoffe. Das Geschäftsgebiet entwickelt gemeinsam mit Kunden neue Arzneimittel-Formulierungen mit verbesserter Funktionalität bei hohem therapeutischem Nutzen. Mit innovativen Konzepten für den Wirkstofftransport fördert Evonik so die ständige Verbesserung von Tabletten und Kapseln.

Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 142 verbundenen Unternehmen in 50 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt mehr als 41.500 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen seit 125 Jahren in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Im Jahr 2009 erwirtschaftete das Unternehmen Gesamterlöse von 12,7 Mrd. Euro. 21 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.

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Kontakt

Alexandra Boy

Evonik Industries AG

Heidrun Thoma

Boehringer Ingelheim

  • Informationen zum Konzern

    Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland. In unserem Kerngeschäft Spezialchemie sind wir eines der weltweit führenden Unternehmen. Zudem ist Evonik Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit bestimmen die Leistungskraft unseres Unternehmens.

    Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 39.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 13,1 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,0 Milliarden Euro.

  • Rechtlicher Hinweis

    Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.