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Pressemitteilung
Resource Efficiency
11. Oktober 2016

Hybridbauteile automatisiert herstellen mit VESTAMELT® Hylink

  • Neue verkürzte Fertigungskette
  • Haftvermittler von Evonik unabdingbar für das innovative Verfahren
  • Demonstration während der K2016 bei Wittmann Battenfeld in Halle 16, Stand D22

Vor sechs Jahren bei der K2010 angekündigt, 2013 zum ersten Mal in einem Serienbauteil eingesetzt, nimmt die Fertigung von Kunststoff/Metall-Hybridbauteilen mit dem Copolyamid-Haftvermittler VESTAMELT® Hylink nun die nächste Stufe: Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) der RWTH Aachen hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Tiefziehen und Hinterspritzen der Metallkomponente in einem Arbeitsgang im Spritzgießwerkzeug vereint und so die Fertigung automatisiert wird. Für dieses Verfahren ist eine stoffschlüssige Verbindungstechnik zwingend erforderlich, wie sie VESTAMELT® Hylink bietet.

Übliche Fertigung
Üblicherweise werden Metall- und Kunststoffkomponente von Hybridbauteilen mit Hilfe von kraft- oder formschlüssigen Verbindungselementen, wie Schrauben, Nieten oder Um- und Durchspritzungen miteinander verbunden. Eine belastbare aber auch schwere Lösung, die zwei Arbeitsstationen erfordert: Die Umformung und Lackierung des Metallteils im Blechverarbeitungsbetrieb und die Verbindung mit dem Spritzgießeil im Kunststoffverarbeitungsbetrieb. Dazwischen ist zusätzlich Zeit und Kosten für den Transport und Reinigung einzuplanen.

Der Haftvermittler VESTAMELT® Hylink hingegen verbindet die beiden Komponenten stoffschlüssig miteinander ohne weitere Verbindungstechnik. Dabei reduziert sich das Gewicht um bis zu 20 Prozent und/oder erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Bauteils im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen. Bislang sind auch hier zwei Arbeitsschritte erforderlich: Einerseits Umformen des bereits mit Copolyamid-Haftvermittler beschichteten Metallteils und andererseits Hinterspritzen und gleichzeitiges Verbinden mit der Kunststoffkomponente. Diese beiden Prozesse werden bei dem neuen innovativen Verfahren miteinander kombiniert: Umformen, verbinden und Hinterspritzen erfolgen in einem Arbeitsschritt und in einem Werkzeug. Durch Einsparung eines kompletten Fertigungsschrittes entfallen Kosten und Zeitaufwand für Umformen und Transport, die Herstellung kann voll automatisiert werden.

VESTAMELT® Hylink ermöglicht eine verkürzte Prozesskette 
Die Entwicklung des Verfahrens „Herstellung von Strukturbauteilen durch Tiefziehen und Hinterspritzen im Spritzgießwerkzeug“ durch das IKV, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e.V. (AiF, Fördernummer IGF-18075N), konnte durch die Verwendung des Haftvermittlers VESTAMELT® Hylink, der im Spritzgießwerkzeug zwischen Metall und Kunststoff eine stoffschlüssige Verbindung herstellt, erfolgreich abgeschlossen werden. Besonders geeignet sind polare Kunststoffe wie z.B. Polyamide oder Polyphthalamide, häufig eingesetzt werden PA6 und PA66. Für verbesserte mechanische Eigenschaften nach Konditionierung bietet Evonik biobasierte VESTAMID® Terra Polyamide 610 und 1010 sowie für gesteigerte Anforderungen an Temperatur, Chemikalienbeständigkeit und geringe Wasseraufnahme VESTAMID® HTplus Polyphthalamid-Formmassen. Dadurch wird das Anwendungsfeld – Strukturbauteile und andere Teile in der Automobilindustrie und Elektrotechnik – weiter vergrößert.

Live-Demonstration während der K2016
Wie das Verfahren funktioniert, können Messebesucher der K2016 in Düsseldorf am Stand D22 der Wittmann Battenfeld GmbH in Halle 16 erfahren. Hier wird an einem Demonstrator, welcher sich aus dem Näpfchenziehversuch ableitet, der vollautomatisierte Prozess gezeigt. Zum Einsatz kommen VESTAMELT® Hylink und VESTAMID® Terra HS1850, ein Polyamid 610 mit 30 Prozent Glasfaseranteil.
Weitere Informationen unter www.vestamelt.com

Besuchen Sie uns während der K‘2016 in Düsseldorf in Halle 6, Stand B28 und erfahren Sie mehr über VESTAMELT® Hylink.

Über Evonik Resource Efficiency

Das Segment Resource Efficiency wird von der Evonik Resource Efficiency GmbH geführt und bietet Hochleistungsmaterialien für umweltfreundliche und energieeffiziente Systemlösungen für den Automobilsektor, die Farben-, Lack-, Klebstoff- und Bauindustrie und viele weitere Branchen an. Das Segment erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 mit rund 8.600 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 4,3 Milliarden €.

Über Evonik

Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Mehr als 33.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 13,5 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,47 Milliarden €.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.