Suche
Pressemitteilung
Standort Lülsdorf
29. Januar 2014

Teil 24: Lülsdorf und der Nürburgring

Mehrmals im Jahr lädt Evonik langjährige Kunden ein, als Beifahrer in einem 300 PS starken Rennwagen über die Nordschleife des Nürburgrings zu flitzen. Im Tank des Boliden ist Biodiesel, bei dessen Herstellung Alkoholate aus Lülsdorf eine wichtige Rolle spielen.

Der Nürburgring ist einer der spektakulärsten Grand-Prix-Rennstrecken der Welt. Hier messen jährlich Top - Rennfahrer ihr Können. „Grüne Hölle“ wird die Nordschleife des Nürburgringes auch schon mal genannt, denn es gilt auf einer Streckenlänge von 24 Kilometern, 87 Kurven und einen Höhenunterschied von 260 Metern zu bewältigen. Die Gelegenheit, diesen Nervenkitzel als Beifahrer in einem Volvo C30 zu erleben, haben langjährige Kunden von Evonik mehrmals im Jahr: Diese so genannten „Taxifahrten“ sind Teil eines Sponsoring-Vertrages zwischen Evonik und dem Rennstall Heico Sportiv. Der nämlich betreibt seine Volvo-Renner mit einem Kraftstoff, der Biodiesel enthält.
Biodiesel kann auf Pflanzen wie Soja und Raps, aber auch auf Altspeisefetten basieren. Bei deren Umwandlung zu Biodiesel werden Alkoholate als Katalysatoren eingesetzt, die Evonik als einer der führenden Anbieter unter anderem in Lülsdorf produziert. Hier werden bereits seit Jahren die beiden Alkoholate Natriummethylat (NM 30) und Kaliummethylat (KM 32) hergestellt. Die große Nachfrage nach dem Biokraftstoff und damit nach den Alkoholaten aus Lülsdorf, verhalf dem Werk in Krisenzeiten zu neuem Schwung (Teil 19 und 20 unserer Serie). Alkoholate aus Lülsdorf werden an zahlreiche Kunden geliefert, so zum Beispiel an die Firma Expur aus Rumänien. Peter Tagge, Manager des Biodieselherstellers, der seit 2009 Alkoholate aus Lülsdorf bezieht, konnte als langjähriger Kunde erst kürzlich eine „Taxifahrt“ auf der Nordschleife genießen. Zuvor wurde er zusammen mit einigen anderen Evonik- Kunden vom Fahrer des Rennstalls Heico Sportiv, Patrick Brenndörfer, in Fahrzeugtechnik und Sicherheitsbestimmungen eingewiesen und mit Rennoverall, Schutzhaube und Helm ausgestattet.

Nach einem Gang durch das Fahrerlager ging es zu den Boxen. Hier waren die Vorbereitungen für das freie Training bereits in vollem Gang: Rennwagen und Motorendröhnen wohin man sah und hörte.

Nicht ohne Ehrfurcht stieg Peter Tagge in den Renner ein. Doch nach rund 10 minütiger Fahrt brachte ihn Patrick Brenndörfer wohlbehalten zurück. Beim Aussteigen leuchten die Augen des Expur-Managers. „Das war ein tolles Erlebnis für mein gesamtes Team und auch für mich persönlich“, so Tagge. Wir freuen uns, dass wir an diesem wirklich außergewöhnlichen Event teilnehmen durften.“ Auch wenn der Flitzer den Streckenrekord von 6:11 Minuten an diesem Tag nicht brechen konnte, so stellte das biodieselbetriebene Fahrzeug einmal mehr unter Beweis, dass es vor seinen fossilen Kollegen nicht zurückstecken muss. Vor allem dann nicht wenn es um die ökologische Nachhaltigkeit geht. Denn auch der Schadstoff- Ausstoß ist durch den Biokraftstoff geringer als bei einem Fahrzeug mit fossilen
Brennstoffen. „Der Nürburgring ist Motorsport zum Anfassen“, sagt Henrik Hellmanns, Marketingleiter der Produktlinie Alkoholate bei Evonik. „Mit unserem Sponsoring schaffen wir Anknüpfungspunkte zu konkreten Anwendungen unserer Produkte und eröffnen uns darüber hinaus die Möglichkeit, die Vorteile von Biodiesel einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Und das nicht nur auf dem Nürburgring: Bei anderen Evonik Veranstaltungen, wie zum Beispiel Tagen der Offenen Tür an den Standorten, wird der Volvo-Renner mit Evonik Logo gern ausgestellt und bietet immer einen guten Einstieg in Gespräche rund um das Thema Biodiesel.

Alkoholate von Evonik

Bei der sogenannten Umesterung von pflanzlichen Ölen und tierischen Fetten in Biodiesel werden Alkoholate als Katalysatoren eingesetzt, die Evonik in Lülsdorf, Mobile (Alabama, USA) und in Puerto General San Martin (Argentinien) produziert. Die beiden Alkoholate Natriummethylat (NM 30) und Kaliummethylat (KM 32) ermöglichen eine effiziente Biodieselherstellung, indem sie Öl und Methanol zu Biodiesel und Glycerin umsetzen. Letzteres findet insbesondere in der Kosmetik- und Pharmabranche Anwendung.