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Standort Marl
12. November 2014

Zehn Jahre Logistikzentrum

Marl, 12. November 2014. Ein Quantensprung für die Logistik im Chemiepark Marl – mit dem Motto „Bewegungen der anderen Art“ wurde vor zehn Jahren, am 12. November 2004, das Hochregallager feierlich eingeweiht. Heute ist das 40 Meter hohe Gebäude nicht mehr aus dem Chemiepark wegzudenken und Besuchern springt es bereits bei der Anfahrt über die A 52 förmlich ins Auge.

Die Idee für das neue Logistikzentrum entstand aus dem Wunsch, fünf räumlich getrennte Arbeitsbereiche der Lagerung und des Umschlags zu vereinen. Unter dem damaligen Namen „Neues Logistikzentrum Marl – NLM“ sollte ein effizienter Ersatz für die vormals üblichen Stockwerkläger geschaffen werden.

Bis heute bündelt das Hochregallager auf 30.000 Quadratmetern sämtliche Logistikaktivitäten in direkter Nähe zum Umschlagterminal Marl (UTM) und der Lkw-Abfertigung.

Sauerstoffgehalt reduziert sich von 21 auf 13,5 Prozent

Das Besondere an dem 23.000 Palettenplätze fassenden Hochregallager ist die Brandschutzvorrichtung: Durch Zugabe von Stickstoff reduziert sich der Sauerstoffgehalt von 21 auf 13,5 Prozent – zu wenig für die Entzündung offener Flammen. Luft benötigt mindestens 15 % Sauerstoff, damit ein Brand entstehen kann.

Unter diesen besonderen Bedingungen übernehmen vollautomatische Maschinen die Ein- und Auslagerung auf den 18 jeweils 110 Meter langen Regalen. Die Ware wird mit einer Elektrohängebahn stets am richtigen Lagerplatz einsortiert.

Die Verwaltung übernimmt ein Lagersteuerrechner. Einzige Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: Zwischen Lkw und Förderanlage übergeben Gabelstapler die Waren.

Der Einsatz der Technik zahlt sich aus: Das Hochregallager erzielt so deutliche Mengensteigerungen, höhere Umschlagszahlen, eine Verkürzung der Auftragsabwicklung sowie eine größere Flexibilität.

Mit der Grundsteinlegung am 16. Oktober 2003 wurden weitere Aspekte bedacht. Im Logistikzentrum ist Platz für ein Lager für brennbare Flüssigkeiten mit rund 1.000 Tonnen Kapazität, eine Flüssigkeitenabfüllung, ein Musterversand, eine Etikettendruckerei sowie eine Kommissionierung.

Auch wurden Dienstleistungsbereiche für den gesamten Post- und Paketumschlag des Chemieparks eingerichtet (zentrale Verteilung). Darüber hinaus wurde ein Verwaltungsbereich an das neue Logistikzentrum angeschlossen.

Hochmodernes Vorzeigeobjekt

In den folgenden Jahren gab es immer wieder Veränderungen und Erweiterungen am Hochregallager. 2006 wurde beispielsweise die erste Anlage zur Kleingebindeabfüllung von Feststoffen/Schüttgütern implementierte, die bis heute schrittweise auf fünf Anlagen erweitert wurde.

Optimiert und ausgebaut wurde auch die Flüssigkeitenabfüllung. 2012 wurde eine Fassfüllanlage zwecks Kapazitätserhöhung ausgetauscht. Darüber hinaus gibt es mittlerweile eine zentrale molchbare Abfüllleitung. Diese verringert sowohl Produktverluste als auch Abwassermengen.

Das Logistikzentrum ist nach zehn Jahren noch immer ein hochmodernes Vorzeigeobjekt und bestens gerüstet, um auch zukünftig die Logistikaktivitäten im Chemiepark Marl weiter voranzutreiben.