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Pressemitteilung
Standort Worms
6. Februar 2015

Einblick in die Welt der produzierenden Chemie

Anfang Februar besuchten Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Rahmen ihrer Studienexkursion den Evonik-Standort Worms. Am drittgrößten deutschen Produktionsstandort von Evonik informierten sich die Studenten über das Herstellungsverfahren von Polymethylmethacrylat (PMMA), sowie über die verschiedenen beruflichen Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium.

Begrüßt wurden die angehenden Chemiker und Verfahrenstechniker durch Standortleiter Dr. Udo Gropp. Der Wormser Standortleiter, selbst ein ehemaliger Absolvent der Karlsruher Hochschule, freute sich über den Besuch aus der badischen Residenz: „Der Austausch mit jungen Studenten und der Kontakt zu Forschung und Lehre ist uns ein besonderes Anliegen.“ Dr. Udo Gropp stellte den Studenten den Standort vor und erklärte die Besonderheiten des ineinander greifenden Produktionsverbundes des Wormser Werkes. „Jeder Produktionsbetrieb ist mit seinem Nachbarbetrieb vernetzt. Der gegenseitige Austausch und die Teamarbeit sind daher ganz entscheidende Säulen unserer Mitarbeiterkultur.“

Ein Verbundstandort in Reinkultur

Nach der Standortvorstellung wurden die Studenten zu verschiedenen Anlagen im Werk geführt. Am Kraftwerk erläuterte Kraftwerksmeister Alfred Gilbert die Aufgaben der Ver- und Entsorgungsbetriebe, die über das Rohrbrückensystem die Produktionsbetriebe mit Strom, Gas, Dampf und Druckluft beliefern. Vom Kraftwerk hier ging es in die Produktionsbetriebe, wo die jungen Chemiker die Wertschöpfungskette ausgehend von den Rohstoffen Methan, Ammoniak, Aceton und Methanol über Methylmethacrylat (MMA) zum späteren Polymer erleben konnten.

Besonders beeindruckend war für die Studenten die Führung durch den Schwefelsäurebetrieb. In den imposanten Recyclinganlagen wird Spaltsäure bei 1.000°C zu Schwefeldioxid umgewandelt und daraus im anschließenden Oxidationsprozess wieder Schwefelsäure gewonnen. Den thermischen Spaltprozess konnten die Studenten durch ein spezielles Sichtfenster am Spaltofen hautnah bestaunen. Ein ganz besonderer Einblick in die Welt der produzierenden Chemie.

Viele Einstiegsmöglichkeiten für Akademiker

Über die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen berichtete nach der Werksführung Dr. Marcel Treskow aus der Abteilung Innovationmanagement. „Ob Wissenschaft und Forschung an Universität, Kleinunternehmen, Mittelstand oder Großunternehmen. Jedes Berufsfeld hat seine bestimmten Vorzüge. Die offene Mitarbeiterkultur und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten haben für mich den Ausschlag für den Einstieg bei Evonik gegeben.“ ´

Denn mit den Bereichen Produktion, Technik, Analytik, Marketing, Vertrieb, Anwendungstechnik, Technischer Service oder Forschung eröffnen sich für jungen Studenten bei Evonik sehr viele Optionen. Trotz rationaler Betrachtung hat bei Dr. Marcel Treskow immer die Leidenschaft für den Beruf im Fokus gestanden. Als Weisheit gab er den Studenten daher mit der Losung „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“ ein bekanntes Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius mit auf den Weg.

Prof. Dr. Peter Pfeifer, Dozent am Institut für Mikroverfahrenstechnik des KIT Karlsruhe, zeigte sich am Ende des Tages beindruckt: „Wir haben heute bei Evonik einen interessanten Tag erlebt. Wir konnten sehen, in welchem Maßstab Prozesse abgebildet werden können und welche Konsequenzen dies auch auf sicherheitstechnische Aspekte hat. Für die Studenten waren gerade die praktischen Einblicke in die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Evonik sehr interessant.“