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Roland Klein

#BeimBVBmit

Alte Liebe gegen Neue Liebe: Für Roland Klein, den Geschäftsführenden Gesellschafter der Herbert Heldt KG in Dortmund, hat die Partie Borussia Dortmund gegen Werder Bremen eine ganz besondere Bedeutung. Der gebürtige Bremer zog 1974 im Alter von zehn Jahren nach Ergste. Nach dem Studium zog es ihn beruflich zunächst quer durch Deutschland, bis er 1990 bei dem Fachgroßhandel für Gebäudetechnik mit Sitz in Dortmund landete. Klein engagiert sich seit mehreren Jahren bei der DLRG, bei „Die Familienunternehmer e.V.“, der IHK sowie der „Initiative Dortmund“.


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Ist es richtig, dass Sie nicht immer BVB-Fan waren?

Ja, als gebürtiger Bremer war ich bis Ende der 90-er Werder-Fan. Auch im Jahr 1989, als der BVB gegen Werder in Berlin den DFB-Pokal gewann, war ich noch grün-weiß. Man sollte schließlich nie seine Wurzeln verleugnen. Auch heute als BVB-Fan hege ich noch große Sympathien für Werder Bremen.

Wann genau und weshalb sind Sie BVB-Fan geworden?

Als ich beruflich nach Dortmund ging, kam ich natürlich am BVB nicht vorbei. In den glorreichen 90-er Jahren bis 2005 habe ich aber leider nur selten auf der Tribüne gesessen. Doch dann kam die WM 2006, und mit ihr packte mich das Fußballfieber so richtig. Als ich dann 2005 ein Angebot für einen Tisch in der Aida-Lounge bekam, griff ich zu und sah alle Heimspiele des BVB in der Rückrunde. Auch wenn die Jungs damals unter Trainer Bert van Marwijk nicht immer so auftrumpften wie das Meisterteam 2011, war die Stimmung im Stadion doch meistens prächtig. 

Und dann kam Ihnen eine Produktidee?

Ja, denn auch im schönsten Stadion der Welt muss jeder, der mal ein Bier trinkt, es irgendwann auch wieder wegbringen. In den Stammtischebenen gab es zwar ordentliche Sanitärbereiche, aber irgendetwas fehlte mir. Da ich aus der Sanitärbranche komme, schaue ich mit ganz anderen Augen auf Waschbecken und Armaturen und fragte mich: Warum sind eigentlich auf den meisten Gegenständen im Stadion BVB- Logos, nur nicht im Sanitärbereich? Aus dieser Frage entwickelte sich eine Idee, die irgendwann im Winter 2010 konkretere Formen annahm. Es wurden Kontakte geknüpft und Gespräche mit den verantwortlichen Mitarbeitern bei Borussia geführt. Danach durften wir Artikel aus dem Sanitärbereich wie Armaturen, Duschabtrennungen oder Toilettensitze schwarz-gelb und mit Logo produzieren lassen und verkaufen.  

Aber das größte Sanitärerlebnis sollte erst noch kommen, oder?

Ja, das war ein flacher Bad-Heizkörper, 50 mal 160 Zentimeter groß. Wir hatten ihn schwarz lackiert und die Linien eines Fußballfeldes aufgezeichnet. Nun sollte die ganze Mannschaft samt Trainer darauf unterschrieben. So fuhr ich voller Euphorie in der vorletzten Märzwoche 2011 zum Trainingszentrum. Dummerweise war dies aber genau der Tag des Umzuges von den alten in die neuen Räumlichkeiten. Um mich herum ein ständiges Gewusel. Zusätzlich entpuppten sich die pflichtbewussten Ordner als fast unüberwindbare Hindernisse. Doch dann - vier Ordner und eine gute halbe Stunde später - hatte ich es geschafft. Ich war im BVB-Epizentrum. Als Erster kam Teddy de Beer und sagte sofort „Das kann doch kein Heizkörper sein?" War es aber, und nach und nach hatte ich alle Unterschriften komplett. 

Aber Jürgen Klopp war „not amused“?!

Stimmt. Das hatte aber nichts mit unserem Heizkörper zu tun, sondern nur damit, dass der BVB damals noch nicht Meister war, und er die Zeit wohl lieber mit seinen Jungs auf dem Trainingsplatz als in diesem Tohuwabohu genutzt hätte. Egal - es war ein tolles Erlebnis, mittendrin dabei zu sein, und ich zog mit meinem unterschriebenen Heizkörper stolz von dannen. Dieser hing jahrelang als Schmuckstück in unserer schwarz-gelben Ausstellung in Dortmund-Schüren und blickte auf den Phönixsee, bevor ich ihn Anfang 2019 im Rahmen der Veranstaltung „Schwarzgelbe Geschichten“ dem Borusseum überreichte.

Wie geht das Spiel gegen Bremen heute aus?

Auch wenn es mir für meine „alte Liebe“ Werder leid tut - 2:0 für den BVB.