Bestimmung konzernrelevanter SDGs
Bestimmung konzernrelevanter SDGs

Konzernrelevante Sustainable development Goals

Im Herbst 2015 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs). Die Ziele sollen bis 2030 in kooperativer Partnerschaft zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erreicht werden.

Evonik setzt sich seit einigen Jahren intensiv mit den SDGs auseinander. 2017 haben wir damit begonnen, den Beitrag unserer Produkte zur Erreichung der SDGs systematisch zu erfassen und darzustellen. Dabei hat sich gezeigt, dass viele unserer Produkte mit überdurchschnittlichem Nachhaltigkeitsnutzen auch gleichzeitig wichtige Wachstumstreiber sind.

2018 haben wir einen eigenständiger Methodenansatz entwickelt, der uns anhand qualitativer und quantitativer Kriterien hilft, die für den Evonik-Konzern besonders relevanten SDGs zu identifizieren.

In die Ermittlung der für Evonik konzernrelevanten SDGs fließen sowohl geschäftsspezifische Faktoren ein, als auch solche, die aus Sicht unterschiedlicher Stakeholdergruppen von besonderer Relevanz sind.

Seit 2019 ermitteln wir den Beitrag unserer Geschäfte zu den SDGs im Rahmen der Nachhaltigkeitsanalyse unserer Geschäfte.

Einzelheiten zum gewählten Methodensatz finden Sie hier:

Ein SDG hat Konzernrelevanz, wenn ein signifikant positiver oder negativer Einfluss von oder auf Evonik gegeben ist. Dieser Einfluss kann sowohl absolut als auch relativ (d.h. im Vergleich zum Einfluss eines etablierten Alternativproduktes) sein.

Um den Einfluss von Evonik zu bestimmen, haben wir ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren entwickelt: Das gesamte Portfolio wurde in sogenannte Product-Application-Region-Combinations (PARCs) unterteilt (s. dazu das Framework des World Business Councils for Sustainable Development).(https://www.wbcsd.org/Projects/Chemicals/Resources/Framework-for-portfolio-sustainability-assessments) Entlang der Wertschöpfungsketten dieser PARCs (upstream, gate-to-gate, downstream) haben wir analysiert, ob es einen positiven, neutralen oder negativen Einfluss auf oder von Evonik hinsichtlich der SDGs und ihrer Unterziele gibt.
Wurde ein solcher Einfluss entlang der Wertschöpfungskette festgestellt und gehört die PARC zu einem Wachstumskern oder Innovationswachstumsfeld von Evonik, so haben wir pro SDG auch die Anzahl von PARCs mit Zugehörigkeit zu Wachstumskernen und Innovationswachstumsfeldern berücksichtigt.

Die Bedeutung der SDGs für wichtige Stakeholder von Evonik sowie die Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse sind als weitere Kriterien in das Verfahren eingeflossen.

In Summe haben diese Analyseschritte die folgenden TOP 4-Positionen ergeben:

  • SDG 12 Nachhaltige Konsum und nachhaltige Produktion
  • SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz
  • SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen
  • SDG 6 sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Mehr als 80 Prozent des Konzernumsatzes von Evonik zahlen heute bereits positiv auf die SDGs ein, rund 60 Prozent auf die vier als besonders relevant identifizierten SDGs.