© Christian Lohfink/Upfront
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Innovation

Unilever will mit Evonik-Hilfe grüner werden

Unilever will bis 2030 in seinen Reinigungs- und Waschmittelprodukten auf fossile Brennstoffe verzichten – unter anderem mit Hilfe von Evonik.

Der britisch-niederländische Konzern Unilever ist weltweit einer der größten Hersteller von Verbrauchsgütern. Wie das Unternehmen jetzt öffentlich kundgetan hat, sieht es in der Zusammenarbeit mit Evonik und dessen biotechnologischer Kompetenz einen der zentralen Pfeiler seiner „Clean Future“-Initiative.

Clean Future heißt das Innovationsprogramm der Division Home Care von Unilever, der Sparte für Reinigungs- und Waschmittelprodukte (Marken wie Viss oder Coral). Es geht den Verantwortlichen darum, die Entwicklung, Herstellung und Verpackung von Produkten grundlegend zu verändern. In allen Packungs- und Produktformulierungen sollen künftig die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zur Anwendung kommen. So soll es gelingen, den CO2-Fußabdruck der Marken wesentlich zu verringern.

Yann d’Hervé, Leiter des Geschäftsgebiets Care Solutions von Evonik, ist stolz auf die langjährige Zusammenarbeit mit Partnern wie Unilever, die „unsere Nachhaltigkeitsziele teilen“. „Auch wir setzen auf leistungsfähige Biomaterialien und Herstellprozesse wie Fermentation, um einen Beitrag zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu leisten“, so d’Hervé.

Seit Dezember vergangenen Jahres beliefert Evonik Unilever mit seinen innovativen Biotensiden, den Rhamnolipiden, die Unilever bereits mit großem Erfolg in Handgeschirrspülmitteln eingesetzt hat. Diese Rhamnolipide werden biotechnologisch, mittels Fermentation, hergestellt, weisen hervorragende Schaumeigenschaften und Reinigungsleistungen auf und sind vollständig bioabbaubar. An der Entwicklung eines industriellen Herstellprozesses für diese natürlich vorkommenden Biotenside waren Forscher der Creavis, der Verfahrenstechnik und der Division Nutrition & Care beteiligt.

„Wir werden unser Portfolio an biotechnologisch gewonnenen Inhaltsstoffen weiter ausbauen“, sagt Dr. Hans Henning Wenk, Forschungsleiter Care Solutions. „Damit wollen wir unsere Position als führender Anbieter nachhaltiger Lösungen, die Kunden und Endverbraucher begeistern, weiter stärken.“